Wettbewerb für Szenografie im öffentlichen Raum

 

Der von Raumwelten – Plattform für Szenografie, Architektur und Medien und der Stadt Ludwigsburg ausgelobte Preis „Ludwigswelten“ zeichnet ein kreatives szenografisches Konzept zur Bespielung des öffentlichen Raums aus. 2017 wurde dieser Wettbewerb zum ersten Mal am Beispiel der Ludwigsburger Weststadt ausgerufen.

Der Preis in Höhe von 60.000 Euro (davon sind 5.000 Euro als Honorar und 55.000 Euro für die Realisierung vorgesehen) wird von der Stadt Ludwigsburg gestiftet.

Gewinner Ludwigswelten 2017

2017 ging es um die Bespielung der Kreuzung Ecke Gänsfußallee/Grönerstraße. Hochschulen und Nachwuchstalente aus ganz Deutschland haben ihre Entwürfe eingereicht. In einer von Experten besetzten Vorauswahl wurden sechs Nominierte ausgewählt. Alle nominierten Projekte wurden vom 21. bis 26. November in einer gemeinsamen Ausstellung mit dem Wettbewerb „Raumpioniere“ im Museum Ludwigsburg präsentiert.

Gewonnen hat das Projekt: „FUSION – Arbeiten und Wohnen in der Weststadt“ von Melina Löwer (Landschaftsarchitektur, Universität Kassel) und Emely Arnold (Architektur, TU Darmstadt). Der Preis ist mit 60.000 Euro dotiert, gestiftet von der Stadt Ludwigsburg.

Im Frühherbst wurde das Projekt in der Ludwigsburger Weststadt (Ecke Gänsfußallee/Grönerstraße) umgesetzt und am Sonntag, 7. Oktober 2018, im Rahmen des KulturRegion-Festival „Drehmoment“ um 13:30 Uhr feierlich eröffnet. Im Rahmen von Raumwelten 2018, am Freitag, 16. November um 19 Uhr, präsentieren die Gewinnerinnen die Umsetzung von FUSION – einer charakteristischen Mischung aus Gartenarchitektur und Containerlandschaft.

Die nominierten Entwürfe

Laura Gonzalez, Fachhochschule Dortmund (Szenografie und Kommunikation)

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„Die Installation hat vor, das Spiel – dieser Teil unseres Lebens, um uns mit anderen Menschen in Verbindung zu bringen, um kreativ, authentisch und einfallsreich zu sein – sichtbarer zu machen.“

Tamara Popovic, Bauhaus Universität Weimar (Media Architecture)

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„Der Entwurf schlägt vor, die öffentliche Fläche der Kreuzung zu bemalen und damit die Baukörper optisch zu vernetzen und den Ort gestalterisch wirksam zu machen.“

Melina Löwer (Landschaftsarchitektur, Universität Kassel), Emely Arnold (Architektur, TU Darmstadt)

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„Die Freifläche ‚Ludwigswelten‘ soll zum kommunikativen Verweilen einladen und somit zu einer FUSION der verschiedenen Nutzungen führen.“

Georg Lisek, Hochschule für Bildende Künste Dresden (Fachklasse für Bildhauerei und architekturbezogene Medien)

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„Die Installation übernimmt die Form aus dem Alphabet für optische Telegrafie. Das so geformte englische Wort ‚GO‘ fordert alle Passanten und alles Passierende auf, sich zu bewegen“

Dilay Altinisik, Julia Alber, Jing Zhang, Staatl. Akademie der Bildenden Künste Stuttgart (Architektur)

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„Stabförmige Glasfaserlichter, angeordnet zu Wiesenstücken an den Straßenrändern werden sowohl nachts als auch tagsüber wie filigrane Grashalme vom Wind sanft hin und her bewegt.“

Betül Ergin, Technische Universität Berlin (Landschaftsarchitektur)

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„Das Ziel dieser skulpturalen Bearbeitung des Freiraumes ist es, den Ort zwischen Wohn- und Industriegebiet für die Menschen der Stadt interaktiv zu machen.“