Donnerstag, 15.11.2018 / 10:15 – 12:30 Uhr / Filmakademie Baden-Württemberg, Albrecht Ade Studio

Panel 1 – Business: Experiencing Senses

Kurator: Roman Passarge

In dem Business-Panel „Experiencing Senses“ von Roman Passarge wird aufgezeigt, wie wir im Zeitalter der Digitalisierung gezielt alle Sinne ansprechen, und wie das Zusammenspiel zu einem positiven sinnlichen Erleben des Gastes, Besuchers, Mitarbeiters oder Kunden führt. Speaker, Gestalter und Praktiker berichten in zwei Case Studies über die Elbphilharmonie Hamburg und das Restaurant Luxx in der Kunsthalle Mannheim. Im Anschluss an die beiden Vorträge diskutiert Kurator Roman Passarge mit den Referenten über die Herausforderungen beider Bauprojekte.

Elbphilharmonie Hamburg (Foto: Zumtobel, Michael Zapf)

Leuchtendes Juwel im Hamburger Hafen: Zumtobels Lichtlösung für die Elbphilharmonie

Konzertsaal der Elbphilharmonie:

  • Roland Hasenkopf, Geschäftsführer – Hasenkopf Industrie Manufaktur, Mehring
  • Philipp Loeper, Architekt, Büroinhaber  ­– asdfg Architekten, Hamburg
  • Julian Lonsdale, Designer in der Abteilung Concept Engineering und Design –  Zumtobel Group, Dornbirn
  • Detlef Tanz – Glasgestalter, Tüschenbroich

Das Bauwerk aus der Feder des Schweizer Architekturbüros Herzog & de Meuron steht direkt an der Elbe und lässt Alt und Neu verschmelzen – auf einen ehemaligen Speicher mit Backsteinfassade wurde ein spektakulärer zeltartiger Glasbau gesetzt. Die Elbphilharmonie zählt zurecht zu den zehn besten Konzerthäusern weltweit. Ausschlaggebend dafür ist vor allem auch die einmalige, überwältigende Akustik im »Großen Saal«. Durch das ideale Zusammenspiel von Raumgeometrie, Materialien und Oberflächenstruktur wird der Schall der Musik gezielt in jeden Winkel des Konzertsaals gestreut. Die einzigartige Innenraumverkleidung, die „Weiße Haut“, von der Hasenkopf Industrie Manufaktur aus 10.287 Unikaten für 6.000 m² individuell gefertigt, macht’s möglich. Das Lichtkonzept von Zumtobel unterstreicht dabei die magische Ausstrahlung. Optisch herausragend ist die kunstvolle Lichtlösung im Konzertsaal: Zumtobel entwickelte in enger Zusammenarbeit mit Architekt Herzog & de Meuron unter der Federführung von Projektarchitekt Philipp Loeper, dem Lichtplanungsbüro Ulrike Brandi Licht in Hamburg und dem Glasgestalter Detlef Tanz rund 1200 mundgeblasene Glaskugelleuchten, die wie lichtgefüllte Wasserblasen aus der wellenförmigen Akustikdecke auftauchen – eine Hommage an die sturmerprobte Elbe nebenan. Das Ergebnis ist eine Sonderleuchte mit besonders reizvoller Erscheinung, die mit einer Farbtemperatur von 2700 K eine stimmungsvolle Lichtatmosphäre im Raum schafft. Des Weiteren sind die Kugelleuchten über eine DMX-Steuerung stufenlos dimmbar und HDTV-tauglich. Das heißt, Filmaufnahmen im Konzertsaal sind zu 100% flimmerfrei möglich. Eine weitere Sonderleuchte entwickelte Zumtobel als Hybrid mit handgefertigter konventioneller Leuchtstoffröhre und einem RGB LED-Modul, die beide getrennt voneinander gesteuert werden. Die 750 Leuchten lassen sich so je nach Veranstaltung zur emotionalen Effektbeleuchtung nutzen. Nach knapp zehn Jahren konnte die Elbphilharmonie 2017 feierlich eröffnet werden. „Wir freuen uns, mit unserer einzigartigen Lichtlösung an diesem Architekturjuwel beteiligt zu sein. Es ist ein wunderbares Gefühl, die innere und äußere Strahlkraft des neuen Wahrzeichens zu erleben“ so Nicole Drong, Leiterin Zumtobel-Vertriebszentrum Hamburg.

Urbanität und Erlebnisort: Die neue Museumsgastronomie LUXX im Neubau der Kunsthalle Mannheim

Restaurant LUXX:

  • Dr. Stephan N. Barthelmess, Kaufmännischer Leiter – Kunsthalle Mannheim
  • Joscha Brose, Interior/Product Designer, CEO – Joscha Brose Studio, Berlin
  • Dipl. Kfm. Ingo B. Wessel, Inhaber – Ingo Wessel hospitality development, München

Der Neubau der Kunsthalle Mannheim baut auf den von gmp Architekten übernommenen Merkmalen der barocken Quadrate-Stadt auf und verkörpert im übertragenen Sinn das architektonische Prinzip der ‚Stadt in der Stadt‘: Ausstellungshäuser (Kuben) sind hierarchisch um einen zentralen Platz gruppiert, verbunden durch Brücken, Treppen, Straßen und Wege. Die Kunsthalle Mannheim stellt sich als eine Akkumulationsstruktur urbaner Merkmale der Quadrate-Stadt einerseits und der Vielfalt urbanen Lebens andererseits dar. Dadurch ist ein ‚Kulturverdichtungsraum‘ entstanden, gleichermaßen Erlebnisort und Zeitspeicher, als Ausgangspunkt für das ‚Museum in Bewegung‘. So ist ein ‚Dritter Ort‘ entstanden, der in seiner Qualität und Konditionierung über den Alltag hinaus heben und Möglichkeiten zur Rückbindung in die eigene, nahe Kultur und Gesellschaft geben will. An dieses Verständnis knüpft das Konzept der neuen Museumsgastronomie unmittelbar an. „Wir haben uns dem Mannheimer Gründungsprinzip der barocken Quadratur verschrieben, auf dem unsere Formel „ohne Unterschied von Nationen“ beruht“, erläutert der Gastronom Arthur Schuller. „Unsere von zwölf Weltregionen inspirierten Speisen sind einfach, klar und direkt, sorgsam ausgewählte Zutaten stehen im Vordergrund.“ Auf einer Ebene mit dem Atrium flankiert das gegenüber dem Museumsshop gelegene LUXX den Haupteingang und öffnet sich durch eine große Terrasse direkt zum Vorplatz, sodass ein urbanes Kontinuum entsteht, zusätzlich akzentuiert durch einen durchgehend grauen Bodenbelag. Als einfach, klar und direkt präsentiert sich auch das vom Berliner Werkstudio Axel Kufus entworfene Innendesign. Die Kunst bestand darin, die zentralen Komponenten einer urban geprägten Innenarchitektur, wie Küche, Gastraum, Bar, Treppe, große Fenster und Terrasse, auf engstem Raum zu verbinden. Fein ausgesuchte Materialien, noble Oberflächen und ein differenziertes Lichtkonzept, lässt das LUXX auch bei Dunkelheit in den Stadtraum hinein leuchten.

Donnerstag, 15.11.2018 / 14:00 – 16:30 / Filmakademie Baden-Württemberg, Albrecht Ade Studio

Panel 2 – Arbeitswelten: Senses at Work

Kurator: Veit Haug

Im zweiten Panel der Konferenz beschäftigt sich Kurator Veit Haug mit Sinnesansprache und Human Centered Design bei der Gestaltung neuer Arbeitswelten.

Doris Dörrie, Regisseurin, Schriftstellerin, Filmproduzentin: Das Reich der Sinne

Doris Dörrie (Foto: Dieter Mayr)

An welchem Ort sind wir wirklich vorhanden? Wie erinnern wir uns an uns selbst? Wo waren wir in unserem eigenen Leben? Jeder kann sich an einen Strandurlaub als Kind erinnern, an die Farbe des Wassers und sogar des Handtuchs, auf dem man lag, an den Sand zwischen den Zehen, das Gefühl von getrockneten Salz auf dem Rücken, an den Geschmack von einem ganz bestimmten Speiseeis,  den Geruch der Sonnencreme, die uns die Mutter ins Gesicht rieb, an den Unterschied zwischen der weißen Haut unter der Badehose und unserem gebräunten Körper. Und sollten wir jemals eine kleine Meerjungfrau gewesen sein, können wir heute noch die grünen Schuppen unseres Fischschwanzes spüren. Wir waren wirklich dort und können in unserer Erinnerung auch immer wieder dorthin zurück. Wir erinnern uns mit all unseren Sinnen, wenn wir in unserem eigenen Leben vorhanden waren. Aber wie erinnern wir uns an das Gegenteil von Urlaub, an unsere Arbeit? Unseren Arbeitsplatz? Ausgerechnet dort, wo wir so viele Stunden unseres Lebens zubringen, sind wir nicht wirklich vorhanden. Wo waren wir all die Stunden, all die Jahre wirklich?  Endlose Texte und Welten ziehen auf  Bildschirmen an uns vorbei wie ein unablässiger Traum, ohne dass wir jemals im eigenen Tun und im eigenen Leben ankommen. Wie kann man das ändern? Wie müsste die Utopie von Arbeit aussehen, damit wir uns an sie und an uns selbst in ihr erinnern können?

Dr.-Ing. Alexander Rieck (Fraunhofer IAO, Stuttgart)

Vita:

Dr. Alexander Rieck, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation in Stuttgart, sowie Partner und Direktor des internationalen Architekturbüros LAVA.

Er studierte Architektur in Stuttgart und Arizona. Im Anschluss arbeitete er am Virtual Reality Labor des Fraunhofer Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) in Stuttgart und untersuchte die Optimierung von Planungsmethoden im virtuellen Raum. Ab 1998 arbeitete er am IAO an verschiedenen Projekten, wie der Entwicklung von Zukunftsszenarien für das Arbeiten der Zukunft im Verbundforschungsprojekt OFFICE21, das Bauen der Zukunft im Projekt FUCON und dem Hotel der Zukunft im Projekt Future Hotel und der Stadt der Zukunft. 2010 promovierte er bei Prof. Spath am IAT der Universität Stuttgart.

Derzeit arbeitet Alexander Rieck als Leiter von Corporate Projects an der Umsetzung und Realisierung des Forschungsprojektes Morgenstadt. Parallel zu seiner akademischen Laufbahn gründete er zusammen mit den Partnern Chris Bosse und Tobias Wallisser im Jahr 2007 das Architekturbüro LAVA mit den Standorten Stuttgart, Berlin, Sydney und Dubai. Neben dem Stadtzentrum von MASDAR entwickelt das Büro Gebäude und Stadtteile in China, Afrika und dem arabischen Raum. Aktuell entwirft das Büro eine Wissenschaftsstadt in Riad.

Foto: Earl Carter

Matthew Blain (Principal and Regional Manager, HASSELL, London): Medibank Place – Designing the world’s healthiest workplaces

Australian health insurer Medibank has the simple aim of promoting better health for everyone. This includes the people who come to work every day at its head office in Melbourne. When starting the process of designing its own purpose-built HQ, Medibank worked with HASSELL to create a space that is ‘liveable, breathing and alive’. HASSELL responded with Medibank Place, one of the healthiest workplaces in the world. It’s a workplace that embodies the themes of ‘healthy’, ‘collaboration’, ‘innovation’ and ‘inspiration’. The new workplace was a key factor in a major cultural change program for Medibank. It was endeavouring to live its purpose to the core and create better health outcomes for its members, employees and the community. It’s now a workplace that goes beyond conventional Activity Based Working to create Health Based Working – an approach that places the mental and physical health of people at its heart. Employees are encouraged to move and have the freedom to choose how and where they work. The building is ‘hard-wired for health’ with features that portray both a symbolic and practical commitment to employee health and wellbeing – a multipurpose sports court, an edible garden, and a bike ramp from the main entrance at street level. With more than 4,500 plants inside and on the façade it is indeed a ‘living, breathing building’.

Vita:

Matthew Blain is a global leader in workplace design. His work includes some of the world’s largest and most complex integrated commercial workplaces. Internationally, he has worked on major projects for the likes of Google, Apple and Amazon. His passion lies in assisting with changing workplace culture through design innovation and brand expression. This has been most notable through his work on the 47,000 sqm Qantas campus, the 84,000 sqm integrate

Freitag, 16.11.2018 / 10:00 – 12:00 Uhr / Filmakademie Baden-Württemberg, Albrecht Ade Studio

Panel 3 – Architektur: Raumsinn

Kurator: Tobias Wallisser

Im Architektur-Panel „Raumsinn“ kommt Kurator Tobias Wallisser auf die grundsätzlichste Aufgabe von Architektur zu sprechen – das Schaffen räumlicher Umgebungen, die nicht nur konstruktiv, sondern auch visuell, akustisch, taktil oder olfaktorisch gedacht werden müssen. Im Zentrum stehen dabei unterschiedliche Ressourcen – von natürlichen Baustoffen über die kreative Aneignung gefundener Baustoffe bis hin zur Nutzung ephemere Elemente wie Licht und Nebel zur Schaffung wiedererkennbarer Raumeindrücke.

Cloudscapes 2015, ZKM Karlsruhe (Foto: Wolfgang Kessling)

Wolfgang Kessling (Partner, Transsolar Energietechnik GmbH): Raum und Erlebnis, von Wolken und anderen Interventionen

Transsolar hat im Laufe der letzten 15 Jahre unterschiedlichen Wolken Installationen „Cloudscapes“ realisiert und damit Voraussetzungen für ein künstliches Naturerlebnis für Besucher geschaffen. Die technisch anspruchsvollen aber in ihrer schwebenden Vergänglichkeit unspektakulären Wolkeninstallationen haben stets Räume geschaffen die eindrucksvolle sensorische Erlebnisse ermöglicht haben. Das Spektrum reicht von der Visualisierung von klimagerechter Architektur, über das Erlebnis von Behaglichkeit und feuchtwarme Umgebung auf engstem Raum hin zu einer «immateriellen Architektur» die eine olfaktorische Trennung von Bereichen ober- und unterhalb einer schwebenden Wolke ermöglichen (z.B. OSNI.1, 2017, Paris, Cloudscapes ZKM, 2015, Karlsruhe, Kammerwolke 2015, Kammerspiele München, Cloudscapes 2010 Biennale, Venedig, …Wie steht das im Zusammenhang mit Architektur? Menschen sind Sensoren. Wir spüren die Sonne, den Wind, die Lufttemperaturen, Luftfeuchte. Wir nehmen die kombinierte Wirkung unserer thermischen Umgebung wahr. Heute bauen wir um all diese Phänomene zu reduzieren. Räume werden für sehr eng definierte sogenannte komfortable Bedingungen entworfen. Ein neutrales Gefühl ist das Ziel. Geht damit der Stimulus verloren? Ist dies, was wir unter Architektur verstehen? Räume die stimulieren, die wir auch thermisch, olfaktorisch, akustisch erleben, bleiben in Erinnerung.

Vita:

Wolfgang Kessling arbeitet seit 2000 bei Transsolar und ist seit 2015 Partner. Seine langjährige Erfahrung mit innovativen Klimakonzepten und Konzepten für adaptiven Komfort bringt er in weithin beachteten internationalen Projekte ein. Er referiert regelmäßig an Universitäten und auf internationalen Konferenzen über klimagerechtes Bauen und «Net Zero Energy Design». 2012 wurde er nach Doha zu einem TED Talk über Outdoor Comfort eingeladen.

Stone Web (Foto: Weißensee Kunsthochschule Berlin)

Prof. Christiane Sauer (Architektin, Professorin für Material und Entwurf): Soft Space

Christiane Sauer (Foto: formade berlin)

Jenseits physischer Grenzen definiert sich Raum über Wahrnehmung und Nutzung und ist an unterschiedliche Bedürfnisse und Gegebenheiten anpassbar. Flexible, wandelbare und adaptive Materialien erlangen dabei eine neue Bedeutung – insbesondere in der Re-Interpretation „weicher“ Raumelemente wie Teppich, Vorhang oder Wandverkleidung. Neue Werkstoffe und Technologien ermöglichen sowohl die Schaffung atmosphärischer Mehrdeutigkeiten als auch die Integration von Funktionen in die Oberfläche und die Konstruktion tragender Strukturen. Der Vortrag zeigt Beispiele designbasierter experimenteller Materialforschung, die textile Praktiken in den räumlichen Kontext überträgt. An der Schnittstelle von Material und Raum entsteht ein neues gestalterisches Vokabular, das es für konkrete Anwendungen auszuloten gilt.

Vita:

Christiane Sauer ist Spezialistin für Materialentwicklungen im architektonischen Kontext.
Auf diesem Gebiet ist sie sowohl in Praxis, als auch in Lehre und Forschung tätig. Ihr Interesse liegt insbesondere auf Textil als dreidimensionaler Konstruktion und auf der Integration von Funktion in Oberflächen. Seit 2013 ist sie Professorin für Material und Entwurf an der weißensee kunsthochschule berlin. Dort leitet sie u.a. den Forschungsbereich DXM – Design und Experimentelle Materialforschung.

Matthijs la Roi – Architects

Mathijs la Roi (Founder, Architect): The Immersive Potential of Architectural and Urban Experiences

In recent decades, with the exponential growth of the internet it has emerged that humans have an extensive capacity to process large amounts of information and data. Contemporary architecture has yet to have taken the full advantage of these inherent human capabilities. I’m interested in using generative processes to enhance/create the immersive potential of architectural and urban experiences pertaining to the use of sound, light and movement. I believe that those ephemeral qualities of architecture should be developed in their abilities to inform people, change their mood or improve their productivity or perhaps create feedback systems between people and their experiences in space. It’s my believe that the architect’s knowledge of new digital media, algorithmic design and use of data can create new possibilities of spatial design.

Vita:

Matthijs la Roi is a Dutch architect based in London. Besides being a practicing architect, Matthijs runs a design studio at the Bartlett School of Architecture. With his company: Matthijs la Roi architects, he won various architectural competitions such as the his proposal for the ‘Museum of Hospitality’ in Amersfoort. Matthijs is also currently involved as part-time architect at Heatherwick Studio. He previously worked at LAVA (Laboratory for Visionary Architecture) in Stuttgart.

Freitag, 16.11.2018 / 14:00 – 16:00 Uhr / Filmakademie Baden-Württemberg, Albrecht Ade Studio

Panel 4 – Genusswelten: die sinnlichen Spielplätze der Zukunft

Kuratorin: Petra Kiedaisch

Petra Kiedaisch untersucht in ihrem Panel zu Genusswelten, wie Hotels zu surrealen Spielplätzen, Weingüter zu Erlebnistempeln, Bars zu Instagram-Bühnen und Spas zu mythischen Orten mit radikaler Abkehr von jeglicher „Connectivity“ werden.

Superbude 2 Hamburg (Foto: Steve Herud)

Andrea Kraft-Hammerschall (CEO, DREIMETA): Sinneswelt Hotel – erlebbare Räume, die Erinnerungen schaffen

(Foto: Arianna Frickhinger, Berlin)
Je besser und einfacher man den Ort Hotel versteht und die Sinne angesprochen werden, desto höher ist der Grad der Involviertheit, der Gast wird Teil des Ganzen, bleibende Erinnerungen werden erzeugt. Diese Erinnerungen sind es, die man von einer Reise mitnimmt, auch und besonders in der späteren Reflektion mit seiner persönlichen Vergangenheit. Positive Überraschungen und liebevolle Details spielen dabei eine große Rolle. Der Aufenthalt wird so zu einem eigenständigen Erlebnis über das man auch später noch gerne spricht. Rückwirkend betrachtet war das auch in der pre-instagram Zeit schon so, nur dass es heute rasant schneller „geteilt“ wird und das Umfeld – die Follower – mit einbezogen werden können. Dreimeta legte auf diesen „Reiz der Sinne“ von Beginn an seinen Schwerpunkt und hat diesen immer weiter entwickelt. Ob royale bajuwarische Opulenz, erinnernd an die leicht entrückten Traumwelten König Ludwigs (25hours Hotel München) oder die Schönheit des Imperfekten und des Vergänglichen, das den Fokus nach innen kehrt (La Granja, Ibiza): so unterschiedlich unsere Projekte auch sein mögen, sie erzählen immer eine Geschichte. Wir sind bewusst nicht linientreu und gehen jedes Projekt aufs Neue an.

Vita:

Andrea Kraft-Hammerschall, geb. 1982 in der Schweiz, studierte Innenarchitektur an der Akademie der Bildenden Künste in München (Diplom 2008). 2008-2011 Mitarbeit bei BPA Architekten, Winterthur, Schweiz. Seit 2011 Mitarbeit bei Dreimeta. Sie lebt mit ihrem Mann in Augsburg. Dreimeta wurde 2003 von Armin Fischer gegründet. Anfang 2017 wurde die Firma durch den Beitritt von Andrea Kraft-Hammerschall zu einer partnerschaftlichen Gesellschaft.

Gunter Fleitz (Geschäftsführender Gesellschafter, Ippolito Fleitz Group, Stuttgart): Man isst, was man nicht vergisst

Hospitality-Projekte ziehen sich wie ein roter Faden durch das Werk unseres Studios. Die Trattoria für Loretta, das Mezzogiorno oder das Salvini waren mit die ersten Interior-Projekte, mit denen wir an die Öffentlichkeit getreten sind. Sie alle kennzeichnet bereits, was die Arbeit unseres Studios bis heute auszeichnet. Sie sind Erlebnis- und Erfahrungsräume. Beim Restaurantbesuch bedient die Küche den Gaumen. Der Raum aber tischt auf für die sozialen Bedürfnisse und serviert das Bild, das zusammen mit dem kulinarischen Genuss nachhaltig in Erinnerung bleibt. Der Anspruch, ein solches Gesamterlebnis bieten zu können, findet sich bei unseren Kunden aus der Gourmetgastronomie genauso wie bei den Systemrestaurants oder der Kantine für die Mitarbeiter. Eine attraktive Kantine ist mittlerweile für viele Angestellte genauso wichtig wie das Gehalt. Und der urbane Schnellesser will seine Zwischendurchmahlzeit nicht nur gesund und preiswert, sondern auch „à la Ambiente“ zubereitet wissen. Hospitality-Design ist heute vor allem die ständige Suche nach diesem ganz besonderen Moment, der erinnert werden kann.

Vita:

Gunter Fleitz studierte Architektur in Stuttgart, Zürich und Bordeaux. Gemeinsam mit Peter Ippolito gründete er 2002 die Ippolito Fleitz Group. Viele der Arbeiten des multidisziplinären Designstudio wurden mit namhaften Preisen ausgezeichnet. 2015 wurden Peter Ippolito und Gunter Fleitz als die ersten deutschen Gestalter aus dem Bereich der Innenarchitektur in die ›Interior Design Hall of Fame‹ aufgenommen. Gunter Fleitz ist Mitglied des BDA Baden-Württemberg.

Antinori Winery at Bargino, San Casciano Val di pesa, Tuscany, Italy (Foto: Pietro Savorelli)

Prof. Arch. Laura Andreini (CEO, Archea Associati, Florence): Architecture & Food

Both in terms of composition and critique, architecture and food define a repetitive link: we are ultimately dealing with “arts”, which completely overlap. It is a known fact that there is a form of everyday building that repeats itself on the basis of established models, now part of a building tradition, of which the market iterates the results with very few variations. There is, however, even if a minority, a form of architecture whose results are the fruit of research and study, works, which observing them, as Valéry would put it, talk to us and convey particular sensations and stimuli; in the same way, there is a cuisine that transforms flavours and the composition of aromas into an art, turning every meal into a unique experience. Even more interesting is to understand how architecture behaves when it has to stage the food, when it has to accommodate places designed for eating. Markets, food courts, restaurants, wineries, artisan workshops, are not, therefore, simple containers or distributors of taste but places in which to narrate a sense of cultural belonging that can transform each room into a multi- sensory experience, placing taste at the heart of its genetic code. Environment and flavours ultimately constitute, in the best experiences, the development of that symbiosis which affects our senses in all directions, creating that “fullness“ of feeling that leads to happiness.

Vita:

Founding partner of the Archea firm, Laura Andreini graduated with honours from the Architecture Faculty of Florence in 1990, completing her PhD at the same university in 1997. This represented the beginning of an intense activity in the field of teaching, which has continued over the years, parallel to her work as an architect and researcher. She is now Associated Professor in architectural and urban planning at the architecture faculty of Florence.  In 1988 she founded the Archea firm together with Marco Casamonti and Giovanni Polazzi. As a partner in the firm she conducts design and research activities in the field of architecture and industrial design, cooperating with some of the leading manufacturers of building elements and using the professional activity as a means of testing the positions assumed in relation to the contemporary architectural culture. After collaborating as an editor since 1997, she has since 2003 held the position of vice editor in chief of the Area magazine, which is published by Tecniche Nuove.

Freitag, 16.11.2018 / 16:15 – 18:15 Uhr / Filmakademie Baden-Württemberg, Albrecht Ade Studio

Panel 5 – Szenografie: aus künstlich bitte künstlerisch

Kurator: Jean-Louis Vidière

Der Kurator Jean-Louis Vidière fordert in seinem Panel im Zusammenhang mit Virtual Reality, dass endlich „aus künstlich bitte künstlerisch“ wird! Dementsprechend setzt er sich jenseits eines Tech-Optimismsus mit den Möglichkeiten von VR, der Rolle der Stille als Faktor des Raumklangs und den Möglichkeiten von sinnlicher Inszenierung in Krankenhäusern auseinander.

Pablo Dornhege (Designer, Narrative.Spaces und Universität der Künste): Parallelwelten - Ein Blick auf die Landschaft der virtuellen Szenografie

Nachdem sich der anfängliche Hype um Virtual Reality beruhigt hat, sind die teilweise unrealistischen Erwartungen einer gewissen – positiv zu bewertenden – Nüchternheit gewichen, die einen objektiven Blick auf die Zukunft der Technologie ermöglicht und erkennen lässt, in welchen Formen sich Virtual Reality zukünftig in unsere Medienlandschaft eingliedern wird. Virtual Reality wird – anders als das Smartphone oder in Zukunft vielleicht Augmented Reality – nicht unbedingt zu einer integralen Technologie unseres Alltags, sondern viel mehr dann relevant, wenn wir aus dem gewohnt-alltäglichen heraus in eine andere Welt treten wollen. Kunst, Kino und Theater bieten schon in ihren aktuellen Erscheinungsformen die Möglichkeit das Gewohnte zu verlassen. Auch Museen und Ausstellungen sind – für einen Großteil ihrer Besucher – nicht Teil des Alltags sondern bilden künstliche Erlebnisräume, räumlich erlebbare Parallelwelten. Der Effekt der Immersion in diese Parallelwelten kann durch die sensuell vereinnahmenden Eigenschaften von Virtual Reality noch, bis hin zu einem fast vollständigen Eintauchen in die Simulation, gesteigert werden. Während die Technologie ihren Kinderschuhen entsteigt, machen bereits immer mehr Künstler- und Gestalter*innen ihre Inhalte und Werke in Virtual Reality erfahrbar, dabei wird die Technologie nicht nur als medial-gestalterisches Werkzeug genutzt, sondern wird selbst zum eigenständigen künstlerischen Medium. Dabei ist jedes Projekt noch ein bisschen prototypisch und jeder Akteur noch ein Pionier.

Vita:

Pablo Dornhege arbeitet als Szenograf, Designer und Berater für reale und virtuelle Narrative Räume. Während seines Studiums an der Universität der Künste Berlin befasste er sich schwerpunktmäßig mit dem Dialog zwischen digitalen und physischen Raumbezogenen Systemen. Nach dem Studium gründete er 2006 mit ehemaligen Kommilitonen die Gestaltergruppe „Laborrotwang“ und 2018 sein eigenes Designbüro „Narrative.Spaces“. Neben seiner freiberuflichen Tätigkeit lehrt er an der Universität der Künste Berlin – von 2009 bis 2017 als künstlerischer Mitarbeiter und Dozent und 2017/2018 als Gastprofessor für Szenografie und Raumbezogene Systeme. In den letzten Jahren hat er als Gastdozent an internationalen Hochschulen Workshops und Vorträge gehalten, so zum Bespiel am Institute for Advanced Architecture Catalunya, dem Central Saint Martins College London und der New York University in Abu Dhabi. Pablo Dornhege arbeitet als Designer und Berater für reale und virtuelle Narrative Räume. Während seines Studiums befasste er sich schwerpunktmäßig mit digitalen und analogen Raumbezogenen Systemen. Nach dem Studium gründete er mit ehemaligen Kommilitonen die Gestaltergruppe „Laborrotwang“ und 2018 sein eigenes Designbüro „Narrative.Spaces“. Er lehrt an der Universität der Künste Berlin – von 2009 bis 2017 als künstlerischer Mitarbeiter und Dozent und 2017/2018 als Gastprofessor für Szenografie.

Kultur-Casino Bern (Foto: Christian Pfander)

Ramon De Marco (Creative Director, Idee und Klang, Basel): Sounds of Silence

Was ist Stille? Existiert sie überhaupt? Diesen Fragen widmet sich die Wechselausstellung ‚Sounds of Silence‘, die vom 9. November 2018 bis 7. Juli 2019 im Museum für Kommunikation in Bern (Schweiz) gezeigt wird. Stille ist nur im Kontrast zu Klang erfahrbar: Wir können eine Umgebung nur als still empfinden, wenn wir sie mit einer Umgebung vergleichen, die weniger still ist. Wer über Stille erzählen möchte, kann dies also nur mit dem Vokabular des Klangs tun. Diese Erkenntnisse bildeten die Grundpfeiler bei der Konzeption und Umsetzung von ‚Sounds of Silence’. Die Dramaturgie stützt sich voll und ganz auf Klang. Auf gedruckten Text wird vollständig verzichtet und auch Exponate, Fotografien und Videos sind kaum vertreten. Eine abstrakte Raumgrafik dient als Orientierungshilfe und Ausgangspunkt für Assoziationen ohne jedoch Inhalte vorwegzunehmen. Klang wird zum Hauptakteur – eine gewagte Umkehr der Prioritäten in der klar visuell dominierten Welt des 21. Jahrhunderts. ‚Sounds of Silence’ lässt unterschiedliche Welten aufeinanderprallen: Während das etwas in Vergessenheit geratene Genre des Radio Features stilistisch als große Inspiration diente, ähneln die Methoden der Umsetzung jenen eines modernen Computerspiels, in dem der Besucher zum Protagonisten wird. Das Resultat ist eine Hybridform von Ausstellung, wie es sie in dieser Art noch nicht gegeben hat!

Vita:

Ramon De Marco (*1975) studierte Audio-Design an der Musikhochschule in Basel. Danach war er für den Aufbau des akustischen Layout bei Virus (SRF) verantwortlich und arbeitete als Projektleiter in der Fabrica (Italien). 2005 gründete er Idee und Klang, wo er das Sound Design internationaler, szenografischer Projekte realisierte. Seit 2010 doziert er am Institut Innenarchitektur und Szenografie der FHNW in Basel und ist als Gastdozent an diversen Hochschulen tätig.

Foto: Maria Patzschke

Jean Odermatt (Soziologe, Künstler): Nichts entspannt den Menschen so zuverlässig wie die Natur

Die Frage nach der optimalen Gestaltung von räumlichen Umgebungen stellt sich in besonderer Weise im Planungsprozess von Gesundheitsbauten. Umgebungen haben einen signifikativen Einfluss auf den Gemütszustand des Menschen. Darum kann der gestalterische Einsatz von Reizpunkten effektiv sein, um monotone Raumerfahrungen zu durchbrechen. Dass optimal geplante Gesundheitsbauten nicht nur in einem künstlerisch-kreativen Prozess erahnt, sondern auch nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen begründet werden können, ist eine Leitidee von evidenzbasiertem Health Care Design. Dem bisherigen “Spital ohne Eigenschaften” halten wir spezifische Raumerfahrungen entgegen und definieren den Ort nebst der Funktion auch über den Nutzen, den wir mit der Gestaltung für die Beteiligten erreichen wollen. Dabei spielt die Integration von Naturelementen eine zentrale Rolle. Heute werden diese uralten Zusammenhänge und Affinitäten zwischen menschlicher Behausung und Ökosystemen wieder vermehrt auch im Gesundheitsbereich reflektiert. In diesem Sinne orientieren wir uns nicht nur an der bekannten Formel “form follows function”, sondern ergänzen sie durch “form follows nature”, denn der Einbezug von Natur in den Alltag eines Spitals wirkt wie Medizin auf den Körper. An konkreten Beispielen im Spitalbau der Schweiz werden konkrete Erfahrungen sichtbar gemacht und zur Diskussion gestellt.

Vita:

  • 1948 in Luzern geboren. Künstler & Soziologe. Ereignisgestalter.
  • Studium der Kunstgeschichte, deutschen und französischen Literatur Uni Zürich; Ausbildung Schule “Farbe & Form” in Zürich und London School of Radical Theatre; Studium Soziologie und Volkskunde an der Uni Zürich.
  • Träger Europäischer Kulturprojektpreis www.jeanodermatt.com
  • Prof. em., Senior Researcher Health Care Communication Design, Hochschule der Künste Bern
  • Geschäftsführer Designemocion Sagl Lugano-Paradiso www.designemocion.com

Keynotes

Filmakademie Baden-Württemberg, Albrecht Ade Studio

Björk, Vulnicura, 2015. Copyright © 2015 Inez and Vinoodh. Image courtesy of Wellhart/One Little Indian

Prof. Florian Käppler (Creative Director KLANGERFINDER, Stuttgart): Räume aus Klang

Donnerstag, 15.11.2018, 09:30 Uhr

Klang und Raum bedingen einander. Noch der stillste Raum hat seinen spezifischen Eigenklang, eine Art akustische Aura – und jeder scheinbar noch so unbedeutende Klang braucht seinen Raum, in dem er erst erklingen kann. Dabei verändert der Klang einen Raum in unserer Wahrnehmung ebenso zwangsläufig, wie der Raum einem Klang erst zu dem macht, was er ist. Aus dieser engen Beziehung entstehen vielerlei Fragestellungen im Hinblick auf verborgene Potentiale und die Verantwortung bei der Gestaltung von Räumen und deren Klanglichkeit: In welchen „Klangräumen“ wollen wir in Zukunft leben? Wie sollen die Räume klingen, in denen wir lernen, schlafen, arbeiten oder eine Ausstellung erleben? Ist es vielleicht sogar möglich, Räume oder ganze Häuser nur aus Klang zu bauen? Florian Käppler möchte in seinem Vortrag für die Wirkungsweisen von Klang auf den Menschen sensibilisieren und für ein neues Klangbewusstsein in Szenografie, Design und Medien werben.   Dabei präsentiert er Klangphänomene anhand eigener Arbeiten wie der Ausstellung „Songlines“ der Künstlerin Björk im MoMA, New York, der Ausstellung „Sound of Stuttgart“ im Stadtpalais Stuttgart oder dem Klang der Zukunftsmobilität.

Vita:

Florian Käppler ist Professor für Musikdesign und Gründer von KLANGERFINDER, dem Stuttgarter Atelier für auditive Kommunikation. Als Soundstratege, Komponist und Klangszenograph initiierte er vielfach ausgezeichnete Projekte im Spannungsfeld zwischen Kultur, Technologie und Wirtschaft. Neben seiner konzeptionellen und gestalterischen Arbeit erforscht er die Wirkungsweise von Klängen und verfolgt die Idee einer für den Menschen lebenswerten akustischen Umwelt.

Thomas Elsaesser (Filmwissenschaftler, Columbia University, NYC): Spatializing a Time-based Medium: Film as Installation

Freitag, 16.11.2018, 09:15 Uhr

Over the past two decades, film and the moving image – as video installations, on wall monitors or as black box projections – have made a dramatic entry into the contemporary art scene. Screen and projection, motion and sound are everywhere, when previously hushed silence and the stillness of immersive contemplation reigned supreme. The topic of my talk is as simple as it is counter-intuitive: the seemingly perfect fit between movies and museums is also a deeply paradoxical and contradictory relationship, but by this very reason, very productive. What is paradoxical are the different temporalities and time regimes, the different functions of space and spatial arrangements, the difference between white cube and black box, between a uni-linear and a peripatetic trajectory, and finally, the different relation of attention and distraction. What is productive is how artists and filmmakers respond to these challenges: examples will be drawn from contemporary installation artists, and how they remediate classic film forms and repurpose the work of classic directors.

Vita:

Thomas Elsaesser ist Professor Emeritus an der Universität von Amsterdam. Von 2006-2012 Gastprofessor an der Yale University, seitdem an der Columbia University, New York. Deutsche Buch-Veröffentlichungen u.a.: Das Weimarer Kino: aufgeklärt und doppelbödig (1999), Filmgeschichte und Frühes Kino (2002). Er ist Mit-Herausgeber von: Martin Elsaesser und das Neue Frankfurt (2009), Martin Elsaesser: Schriften (2014) und Autor und Regisseur von Die Sonneninsel (2017).

Foto: Oliver Bürkle, LKZ

Andreas Veit, Achim Eckstein (Wohnungsbau Ludwigsburg): CUBE 11 - Seriell bauen, energieeffizient leben, bezahlbar wohnen

Freitag, 16.11.2018, 12:00 Uhr

Das Bauen wird sich in naher Zukunft deutlich verändern. Denn unsere Städte müssen sich den Veränderungen durch Faktoren wie demografischer Wandel, Zuwanderung, Umweltverträglichkeit und Klimaschutz schnell anpassen. In diesem Kontext ist eine nachhaltige Gestaltung von Bauen und Wohnen gefordert. Die Wohnungsbau Ludwigsburg entwickelte mit dem modularen Gebäudesystem CUBE 11 ein Konzept, das auf zukunftsfähige Qualitätsstandards für bezahlbaren Wohnraum setzt und der wachsenden Nachfrage nach erschwinglichen Wohnungen begegnet. Die gewählte Massivholzbauweise lässt einen hohen Vorfertigungsgrad bei möglichst hoher Individualisierung in der Gestaltung von Fassade und Grundrissen zu. Ein flexibles System, das sich an vielfältige städtebauliche Situationen anpassen lässt.

Libertines Wohnzimmercafé (Foto: Dieter Schwer)

Punktlandung – Hotel Libertine Lindenberg Frankfurt: Erzählung im Raum

Donnerstag, 15.11.2018, 16:45 Uhr 

Referenten: Denise Scarlett Omurca, Geschäftsführerin, Libertine Lindenberg, Frankfurt & Kathi Kæppel, Illustratorin, Künstlerin und Animatorin, Berlin

Mit LIBERTINE LINDENBERGs mächtiger Eisentür öffnete sich in 2016 ein neues Kapitel für Frankfurts ehrwürdiges Apfelweinviertel Alt-Sachsenhausen. LIBERTINE erzählt die Geschichte einer fiktiven Alt-Sachsenhäuserin mit bewegter Biografie in einem gewaltigen Jahrhundert – inmitten der Umwälzungen des Apfelweinviertels, seinen urwüchsigen Keltereiwirtschaften und eigenwilligen Charakteren mit Frankfurter Schnauze im Radius der Metropole. LIBERTINE, das ist eine sieben Etagen umfassende Heimat auf Zeit in einem sich wandelnden Stadtteil – für Gäste, die die zeitgenössische Verbindung von Geselligkeit und Privatsphäre, Design und Kulinarik, altstädtischer Tradition und vibrierender Großstadt schätzen. LIBERTINE ist wie die anderen Häuser LINDENBERGS gleichermaßen Hotel und Wohngemeinschaft. Das Wohnexperiment lädt den Gast dazu ein, in eine Welt eines umfassenden Gestaltungskonzepts einzutreten, das von der Architektur, über Möbel und Installationen bis hin zur Ausstattung und eine sorgfältig kuratierte Auswahl der Kunst umfasst. Alle Räume wurden im Kontext des Interieurkonzepts „digitally crafted“ speziell für LIBERTINE entworfen und nach höchsten Ansprüchen gefertigt. LIBERTINE ist ein Gesamtkunstwerk im Sinne des Jugendstils, in dem die Unterscheidung zwischen Kunstwelt und Lebenswelt aufgehoben ist.

Vita:

Denise Omurca (Foto: Simon Bolz)

Denise Omurca, geb. 1984, ist Geschäftsführerin der LINDENBERG Hospitality GmbH. Nach dem Abitur und einer kaufmännischen Ausbildung entschied sie sich für den Sprung in die Gastronomie und bestritt in Koblenz erfolgreich die Ausbildung zur Sommelière. Als Quereinsteigerin ist sie seit 5 Jahren für die Häuser verantwortlich, zu deren Familie u.a. auch das vegetarische Sterne-Restaurant SEVEN SWANS und ein Permakultur Projekt, die BRAUMANNSWIESEN im Taunus gehören.

Kathi Kæppel, geb. 1977, ist eine Künstlerin und Regisseurin für Animationsfilm. Ihre Arbeit konzentriert sich auf experimentelle Zeichnung, Animation und Installation. Von 1997-2004 studierte sie an der weißensee kunsthochschule berlin und an der University for the Creative Arts. Ihre Werke wurden weltweit publiziert und vielfach ausgezeichnet. Sie war 1999 Gründungsmitglied des Designstudios »monogatari« und leitete ab 2000 das Animations Department der Produktionsfirma filmlounge. Von 2014 bis 2018 lehrte sie als Gastprofessorin an der weißensee kunsthochschule berlin.

Alexander Blickle (Client Executive AEC & 3DEXPERIENCity, Dassault Systemes Deutschland, Stuttgart): Building Experience Modeling - Bauen im Zeitalter der Erlebnisse

Mittwoch, 14.11.2018, 10:00 Uhr, Pavillon „Lichtwolke“ 

Alexander Blickle

Herkömmliche Geschäftsprozesse in der Architektur-und Baubranche – von Planung und Entwurf über Konstruktion und Fertigung bis hin zum Bau – zeichnen sich durch eine erhebliche Fragmentierung aus, was häufig zu einem erhöhten Nacharbeitsaufwand oder Ineffizienzen führt. Mithilfe von moderner BIM-Technologie (Building Information Modeling) und VDC (Virtual Design and Construction) können Architektur- und Bauexperten die Lücken zwischen den einzelnen Prozessen mit digitaler Kontinuität auf 3D-Basis schließen.

Die 3DEXPERIENCE-Plattform bietet herausragende Möglichkeiten für die Simulation und Optimierung von Bauprozessen, Produktion, Funktionen für die 4D-Modellierung sowie Tools für das Echtzeit-Projektmanagement, mit denen Probleme erkannt und behoben werden können, bevor sie zu Budgetüberschreitungen führen oder den Baufortschritt verhindern.

IBA trifft Raumwelten

Donnerstag, 15.11.2018 / Haus der Architekten, Stuttgart

In Zusammenarbeit mit der Internationalen Bauausstellung (IBA) 2027 und der Wirtschaftsförderung der Stadt Stuttgart lädt Raumwelten zu einer Special Lecture von Sir Peter Cook ins Haus der Architekten Stuttgart ein, der in den 1960er Jahren mit der Architekturgruppe „Archigram“ visionäre Formen des Bauens und der Stadtplanung entwickelt hat. Mit dem 2003 fertiggestellten Kunsthaus Graz („The Friendly Alien“) hat er einen spektakulären Meilenstein in der Architekturgeschichte geschaffen. Als zweite Referentin beschäftigt sich Nanni Grau mit neuen Formen struktureller und partizipativer Stadtentwicklung.

Bitte beachten Sie: Da die Kapazitäten beschränkt sind, melden Sie sich bitte vorher an. Für Teilnehmer der IBA Special Lecture steht ein Busshuttle von Ludwigsburg nach Stuttgart zur Verfügung.

  • 19:30 – 20:00 Get together / Empfang
  • 20:00 – 20:45 Grußworte / Andreas Hofer, Intendant IBA
  • 20:45 – 22:00 IBA Special Lecture

Prof. Sir Peter Cook (Architect, Director – Crab Studio, London): Architektur zwischen Avantgarde und Kunst

Der britische Architekt, Professor und Autor Sir Peter Cook, einer der bedeutendsten Visionäre auf dem Gebiet der Architektur, gibt in seiner Keynote gibt Cook Einblicke in seine inzwischen über ein halbes Jahrhundert währende Arbeit als Beeinflusser der globalen Architekturwelt und -szene: Sir Peter Cook ist eines der Gründungsmitglieder der neo-futuristischen und avantgardistischen Architekturgruppe „Archigram“, die sich in den 1960ern in London aus Absolventen gründete. Ihre Zeichnungen utopischer Stadtentwürfe – teils im Comic- und Pop-Art-Stil – publizierte „Archigram“ bis 1974 im gleichnamigen Magazin.

Vita:

Sir Cook ist ehemaliger Direktor des Institute for Contemporary Art, London (ICA) und der Bartlett School of Architecture am University College. Neben seinen zahlreichen Professuren weltweit arbeitet er mit seinem Kollegen Gavin Robotham für das Architekturbüro CRAB Studio in London, das sie 2006 nach dem kuratierten Britischen Pavillon auf der Architekturbiennale in Venedig gründeten. Gemeinsam erschufen sie das Kunsthaus in Graz und erhielten für die Einrichtung des Magna Science Centre in Rotherdam den Stirling Preis. 2007 wurde Peter Cook für seine Verdienste um die Architektur von der Queen zum Ritter geschlagen.

Nanni Grau (Architektin, Gründerin – Hütten & Paläste, Berlin): Anpassungsfähige Strukturen

Hütten & Paläste wurde 2005 von Nanni Grau und Frank Schönert in Berlin gegründet. Ihr Arbeitsfeld umfasst die Planung und Realisierung experimenteller Architekturen für urbane Wohn- und Lebensformen. Dabei stehen Lösungen für extreme oder besondere Standorte und Bauaufgaben im Vordergrund. Die Reduktion auf das Wesentliche in Bezug auf Raumangebote, Technik, Konstruktion und Ressourcen, sowie das Bauen mit Holz bestimmen ihre Entwürfe. Anknüpfend an eine jahrelange Auseinandersetzung mit Einraumhäusern forschen und arbeiten sie an anpassungsfähigen Strukturen und Modulen, die auf ökonomische und zeitliche Veränderungen reagieren können. Nutzer sollen dabei in die Lage gebracht werden, Gebäude ihren veränderten Anforderungen aktiv anzupassen oder zwischen verschiedenen Möglichkeiten zu wählen. Entscheidend dafür sind die über Regelwerke definierten Spielräume und Möglichkeiten, die den entsprechenden Räumen und Strukturen eingeschrieben werden. Hütten & Paläste arbeiten häufig in kooperativen Organisationsformen. Dabei spielen Programmierung, gemeinschaftliche Projektentwicklung, alternative Finanzierungsmodelle und Mitbestimmung der Nutzer eine bedeutende Rolle. Beispiele sind ein partizipatives Entwicklungskonzept für das ehemalige Kindl-Areal in Berlin-Neukölln, das CRCLR House, ein mit Nutzern konzipierter zirkulärer Bau sowie die aneignungsfähige Struktur am Holzmarkt, die durch ihre Offenheit und Anpassungsfähigkeit auf zukünftige Entwicklungen reagieren können.

Raumwelten Start-up Hub

Mittwoch, 14.11.2018 / Raumwelten Pavillon „Lichtwolke“

Mit Unterstützung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg findet erstmalig das Raumwelten Start-up Hub statt, bei dem junge Unternehmen und Initiativen smarte Konzepte und Projekte für Kommunikation im Raum vorstellen. Im Anschluss diskutieren die Vertreter der Start-ups in One-to-One Meetings ihre Ideen mit Investoren, Multiplikatoren, Unternehmern und Business Angels. Am Abend des Start-up Hubs stellt sich unsere Partnerveranstaltung, das innovation & startup festival „Innolution valley“, und die L-Bank ihr MicroCrowd-Projekt vor. Für einen inspirierenden Abschluss sorgen Keynotes von Tom Siegel, Futures Researcher bei der Daimler AG, und Johannes Mücke, Geschäftsführer von Wideshot Design, Wien, die über die Verbindung von Architektur, Mobilität und Entertainment im digitalen Zeitalter referieren.

  • 10:00 Uhr Keynote: Dassault Systemes Deutschland, Stuttgart

Start-up Pitches:

  • 10:15 Uhr AnotherWorld VR, Berlin
  • 10:30 Uhr ARtist, Stuttgart
  • 10:45 Uhr CABIN SPACEY, Berlin
  • 11:00 Uhr DGJ Architektur, Frankfurt a. M.
  • 11:15 Uhr Pixelcloud, Ludwigsburg
  • 11:30 Uhr Pause
  • 11:45 Uhr PXNG.LI, Karlsruhe
  • 12:00 Uhr sesa. Sebastian Schott Architects, Stuttgart
  • 12:15 Uhr The Baukunst Dynamites, Stuttgart
  • 12:30 Uhr visuarte – mediale Erlebniswelten, München
  • 12:45 Uhr YouDinner, Stuttgart

14:00 – 17:00 Uhr

Multiplikatoren:

  • Florian Gerlach (ehem. GF Totems, Programmbeirat Raumwelten), Jens Kenserski & Jochen Schroda (Pulsmacher)
  • Tom Siegel (Daimler AG), Christian Steim (GF MKI Gruppe/Compliance Solutions GmbH/WG gesucht)
  • Bella Staiber, d&b audio
  • innolution valley
  • 19:00 Uhr Präsentation MicroCrowd, L-Bank
  • 19:10 Uhr Präsentation innolution valley
  • 19:20 Uhr Grußwort von Werner Spec, Oberbürgermeister der Stadt Ludwigsburg
  • 19:30 Uhr Start-up Lecture
Foto: 20th Century Fox

Johannes Mücke (Managing Director – Wideshot Design GmbH, Wien): Independence Day: Resurgence – von Raumschiffen und Aliens

Der Architekt und Entertainment Designer Johannes Mücke ist seit 2010 teilhabender Geschäftsführer des Wiener Design Studios WIDESHOT. Mit seinem Partner Oliver Bertram und dem zwanzigköpfigen Team von WIDESHOT arbeitet Johannes seit dem Weltuntergangsfilm ‚2012‘ an Hollywood Blockbustern mit – vornehmlich an denen von Roland Emmerich. Was mit einem kruden Trickfilm für den Weltuntergangs-Propheten Charly Frost in ‚2012‘ begann, fand seinen letzten Höhepunkt bei der 20th Century Fox Produktion ‚Independence Day: Resurgence‘. Hier wurden von WIDESHOT nicht nur sämtliche Raumschiffe entworfen – von Illustrationen für die greenlight-Präsentation bei Fox, über die Architektur der Welten und Bauten, über den Bau von Sets in den Studios von Albuquerque bis hin zur Produktion der Titel Sequenz in Los Angeles war Johannes mit WIDESHOT federführend mit für das Design des Films zuständig.

Eine Design Firma – und dazu noch eine aus Wien – ist ungewöhnlich in einer solchen Rolle und in seinem Vortrag wird Johannes nicht nur Einblicke in seine Arbeit geben, sondern auch seinen Ansatz für unkonventionelles und innovatives Design für Film präsentieren.

Vita:

Johannes Mücke studierte Architektur an der RWTH Aachen, an der UCLA und an der UfaK in Wien. Nach seiner Zeit als Architekt bei Foreign Office Architects begann Johannes bei Rockstar Vienna und später bei Sproing zu arbeiten. 2010 co-gründete er das Wiener Design Studio WIDESHOT, das sich neben Architektur und Interior Design auch mit Themenarchitektur, Design für Film und Video Games beschäftigt und 2018 mit der Eigenproduktion ‚UI – Soon we will all be one‘ Weltpremiere in Tribeca feierte.

Tom Siegel (Zukunftsforscher – Daimler AG, Wien): Urban mobility NeXt

Viele Städte weltweit haben schon längst begonnen sich auf die zukünftigen Herausforderungen vorzubereiten. Ein großes Thema dabei ist natürlich auch die urbane Mobilität. Doch wie sieht sie aus? Fahren wir alle dann in autonomen Pods? Oder mit dem Fahrrad wie in Kopenhagen? Was passiert mit dem öffentlichen Raum „Straße“? Sicher ist eines: Die Städte entwickeln ihre ganz eigenen, spezifischen Mobilitätslösungen mit viel Raum für neue Ideen und Geschäftsmodelle.

Vita:

Tom Siegel (46), Diplom Industriedesigner, ist seit fast 20 Jahren in der Forschung & Vorentwicklung der Daimler AG aktiv und erarbeitet heute Trends für den Mercedes-Benz Pkw Bereich. Im Nebenberuf bietet Tom Siegel als Geschäftsführer von 08sechzehn interaktive Trainings rund um die Themen Kreativität und Innovation.

ABC der Szenografie

Filmakademie, Workshop-Raum „Aquarium“

In 45-minütigen Kurzpräsentationen stellen Experten, Kreative und Dienstleister Lösungsansätze für Szenografie und Kommunikation im Raum vor. Das Spektrum reicht von modularen Raumsystemen über Digital Set Extension bis zu Rechtsfragen und Markenstrategien für Unternehmen im Bereich Kommunikation im Raum. In kleiner Runde besteht die Möglichkeit, Fragen detailliert zu diskutieren und ins Gespräch mit Kollegen zu kommen. Moderation: Florian Gerlach, Programmbeirat Raumwelten

Bettina Backes (Foto: Michael Fuchs)

Die zentralen urheberrechtlichen Fragestellungen in der Architektur und Szenografie

13:30 Uhr

Bettina Backes, Rechtsanwältin, Fachanwältin für IT-Recht – Haver & Mailänder Rechtsanwälte Partnerschaft mbB, Stuttgart

In dem Vortrag werden die wesentlichen urheberrechtlichen Fragestellungen im Bereich der Architektur und der Szenografie anhand prägnanter Beispiele angeschnitten. Danach werden in knapper Form einige Lösungsmöglichkeiten vorgestellt.

Akin Nalce

Principles of design in modular systems and usage in temporary architecture

14:30 Uhr

Akin Nalca, Designer& Lecturer – Mimar Sinan University & Marmara University, Istanbul

The adaptation of a wide product family that can create diverse combinations in accordance with ergonomic and efficiency design principles from the beginning to the end will be explained with examples of individual product details and realized projects.

Die Marke als Raum

15:30 Uhr

Mossadegh Hamid, Geschäftsführender Gesellschafter & Jonas Scholz, Leiter der Planungsabteilung — DIMAH Messe + Event, Ostfildern

Phygitalität, Gamification, Augmented Reality, Storytelling, multisensorische Reize, Virtual Reality… Unternehmen bekommen von der Event und Werbebranche ein immer breiteres Spektrum geboten, wie Konsumenten einen Markenmehrwert erhalten sollen. Dabei bleibt ein Instrument, mit dem jeder Mensch jeden Tag, zu jeder Zeit in Kontakt gerät, oft unbeachtet und seine Potentiale ungenutzt: Der RAUM. Das Team von DIMAH macht täglich mit seinen Konzepten unter Einsatz seines Credos des „Designing Business-Prozesses“ Marken als Räume erlebbar und verwandelt Positionierungsmehrwerte in räumliche Botschaften. Der allgemeine Vortrag zum Thema wird gemischt mit kleinen Werkberichten aus der alltäglichen Praxis von DIMAH.

Ebene C

Lösungsorientierte Räume

16:30 Uhr

Arne Mack und Stefan Bohrmann, Gründer – ebene c, Beratung für Kommunikation, Stuttgart

Die Welt braucht Lösungen! Und die entstehen in den meisten Fällen abstrakt an ganz unterschiedlichen Orten: an Arbeitsplätzen, in Großraumbüros, in Besprechungsräumen, in Teeküchen, im Auto, bei der Pausen-Zigarette. Das Phänomen der Echtzeit hebt mit Videokonferenzen zudem scheinbar die Gesetze der Räumlichkeit auf. ‚Immer und überall‘ ist der Anspruch.

ebene c begleitet seit 2012 Menschen, Unternehmen und Marken dabei, Lösungen in Veränderungsprozessen zu finden. Unsere Erfahrung zeigt: Der Raum als wichtiger Erfolgsfaktor für Lösungen wird in vielen Fällen nicht berücksichtigt. Das trifft für Büros und Ateliers genauso zu wie auf auch Messen und Kongresszentren. Der Vortrag zeigt sinnvolle Raum-Faktoren, die den Menschen helfen, einfacher zu besseren Lösungen zu kommen.

World of Light – wie ein Showroom für OSRAM entstand

17:30 Uhr

Martin Reuter, Head of Realization Center – OSRAM GmbH, München & Kurt Ranger, Geschäftsführer – Ranger Design, Stuttgart

Der Einsatz von LED in Museen und Ausstellungen mit der damit verbundenen höchsten Qualität von Farbwiedergabe und Effizienz ist heute Standard geworden. Als Projektleiter von nationalen und internationalen Lichtprojekten hat Martin Reuter sehr viele Erfahrungen gesammelt. Ende 2017 wurde der neue Showroom von OSRAM in München eröffnet. Das Stuttgarter Gestaltungsbüro Ranger Design wurde 2016 von OSRAM mit der Konzeption, Planung und Gestaltung einer zeitgemäßen Ausstellung beauftragt und setzte das Projekt als Generalübernehmer um. Auf 1.300 qm ist ein multifunktionaler Showroom entstanden, der das neue OSRAM als Hightech-Konzern zeigt. Er ist eine hochflexible Bühne für die Präsentation des Unternehmens OSRAM, seiner Werte, seiner Innovationen und seiner Kompetenz rund um das Thema Licht.

Akin Nalce

Innovations to transform the space into a communication platform - Burkhardt Leitner Modular Spaces

10:00 Uhr

Akin Nalca, Designer& Lecturer – Mimar Sinan University & Marmara University, Istanbul

How to interpret modular system in an original and free design with environmentalist principles. How the structural elements of the space can be combined with the current technologies and the digital print-illuminated surfaces in 3D can also be analyzed with the realized projects and details.

Bettina Backes (Foto: Michael Fuchs)

Die zentralen urheberrechtlichen Fragestellungen in der Architektur und Szenografie

11:00 Uhr

Bettina Backes, Rechtsanwältin, Fachanwältin für IT-Recht – Haver & Mailänder Rechtsanwälte Partnerschaft mbB, Stuttgart

In dem Vortrag werden die wesentlichen urheberrechtlichen Fragestellungen im Bereich der Architektur und der Szenografie anhand prägnanter Beispiele angeschnitten. Danach werden in knapper Form einige Lösungsmöglichkeiten vorgestellt.

Ebene C

Lösungsorientierte Räume

12:00 Uhr

Arne Mack und Stefan Bohrmann, Gründer – ebene c, Beratung für Kommunikation, Stuttgart

Die Welt braucht Lösungen! Und die entstehen in den meisten Fällen abstrakt an ganz unterschiedlichen Orten: an Arbeitsplätzen, in Großraumbüros, in Besprechungsräumen, in Teeküchen, im Auto, bei der Pausen-Zigarette. Das Phänomen der Echtzeit hebt mit Videokonferenzen zudem scheinbar die Gesetze der Räumlichkeit auf. ‚Immer und überall‘ ist der Anspruch.

ebene c begleitet seit 2012 Menschen, Unternehmen und Marken dabei, Lösungen in Veränderungsprozessen zu finden. Unsere Erfahrung zeigt: Der Raum als wichtiger Erfolgsfaktor für Lösungen wird in vielen Fällen nicht berücksichtigt. Das trifft für Büros und Ateliers genauso zu wie auf auch Messen und Kongresszentren. Der Vortrag zeigt sinnvolle Raum-Faktoren, die den Menschen helfen, einfacher zu besseren Lösungen zu kommen.

Die MARKE als RAUM

14:00 Uhr

Mossadegh Hamid, Geschäftsführender Gesellschafter & Jonas Scholz, Leiter der Planungsabteilung — DIMAH Messe + Event, Ostfildern

Phygitalität, Gamification, Augmented Reality, Storytelling, multisensorische Reize, Virtual Reality… Unternehmen bekommen von der Event und Werbebranche ein immer breiteres Spektrum geboten, wie Konsumenten einen Markenmehrwert erhalten sollen. Dabei bleibt ein Instrument, mit dem jeder Mensch jeden Tag, zu jeder Zeit in Kontakt gerät, oft unbeachtet und seine Potentiale ungenutzt: Der RAUM. Das Team von DIMAH macht täglich mit seinen Konzepten unter Einsatz seines Credos des „Designing Business-Prozesses“ Marken als Räume erlebbar und verwandelt Positionierungsmehrwerte in räumliche Botschaften. Der allgemeine Vortrag zum Thema wird gemischt mit kleinen Werkberichten aus der alltäglichen Praxis von DIMAH.

Digital Set Extension

15:00 Uhr, Animationsinstitut der Filmakademie Baden-Württemberg

Studierende der Abteilungen Animation, Bildgestaltung/Kamera, Szenenbild – Filmakademie Baden-Württemberg, Ludwigsburg

Interdisziplinärer Setergänzungsworkshop

Im Wintersemester jeden Studienjahres findet der Setergänzungsworkshop statt, bei der die drei Abteilungen Animation, Bildgestaltung/Kamera und Szenenbild vernetzt werden. In Gruppen erarbeiten die Studierenden aller drei Abteilungen Entwürfe, die mittels Previsualisierung präsentiert werden.

Einer dieser Entwürfe wird im Studio der Filmakademie realisiert, gedreht und im Anschluss von Studierenden des Animationsinstituts digital bearbeitet. In den Vorbesprechungen, den Werkberichten der teilnehmenden Dozenten und beim abschließenden Resümee liegt der Fokus auf dem steten Kommunikationsfluss, der für die Zusammenarbeit und damit auch für ein gutes Ergebnis essentiell ist.

Vorgestellt wird der Workshop vom Wintersemester 2017 mit dem Titel „Booxze“.