Punktlandung 2: THE WATER STUDIO AT CLERKENWELL, LONDON – A PRODUCT MUSEUM OR CREATIVE SANCTUARY?

Noel Riley von Hansgrohe/Axor, London und Tanya Fairhurst von I-AM, London

QUELLE DER INSPIRATION

Genießen Sie mit allen Sinnen, wenn Sie sich unter die Dusche stellen? Meist verläuft doch das morgendliche Ritual eher so: man steht unter der Dusche und ist in Gedanken schon im Büro, putzt sich die Zähne und sitzt gedanklich bereits im Auto. Es gibt vieles, was wir im Alltag sinnlich erfahren, jedoch nicht bewusst zur Kenntnis nehmen.

Hansgrohes Wasserhähne, Duschbrausen und Co. werden laufend mit Design Preisen ausgezeichnet – doch wie können diese Instrumente so inszeniert werden, dass das Wasser sinnlich und körperlich erfahrbar gemacht wird?

Die Designvisionen von Axor unterstützen dabei die Qualitäten Innovation, Technologie und Komfort und wollen dem Kunden ebenso vermittelt werden.

Wie kann Ingenieurskunst im Zusammenspiel mit der Passion für Wasser visualisiert werden und vor allem, was passiert, wenn Wasser auf Design trifft? Wie kann Unsichtbares sichtbar gemacht werden?

I-AM eine multidisziplinäre Agentur aus London, die Ihre Kunden aus den verschiedensten Branchen bezüglich Markenerlebnis berät, hat sich der spannenden Herausforderung gestellt.

Auf der Suche nach einem 360° Markenerlebnis  wurde schnell klar, dass keine „Verkaufsmaschine“ in Form eines klassischen Showrooms entstehen soll, berichtet Tanya Fairhurst. Stattdessen sollen die Produkte umhüllt von einer kreativen Atmosphäre demonstriert werden.

The Water Studio als Quelle der Inspiration

Der Prozess der Ideenfindung war in allen Fragen von der Suche nach einem Bindeglied für zwei sich ergänzende Pole geprägt. Die technische Lösung als Ying wird ergänzt durch Inspiration als Yang. Die räumliche Trennung von Erdgeschoß und Erstem Obergeschoß verlangte nach einer Verbindung über die Vertikale. Zudem suchte die Ebene der technischen Informationen über die Objekte nach einer Verschmelzung mit den kreativen Visionen.

Die Natur des Wassers ist zu fließen; welches Element eignet sich also besser, um das Ineinanderlaufen dieser verschiedenen Punkte darzustellen? Doch wie stellt man dynamisches Wasser dar?

Tanya Fairhurst präsentiert die Lösung: Ein Wasserfall in Form einer digitalen Wassersäule baut den Link zwischen den Polen. Zugleich zieht sie im Mittelpunkt des Zentrums alle Blicke auf sich. Mit seinen wechselnden Formen des Wassers, wird das Verschmelzen der digitalen Welt mit realem Wasser auf faszinierende Weise dargestellt, sagt Noel Riley.

Er fügt an, dass das Water Studio ein Rahmen für kreative Entfaltung und inspirierende Möglichkeiten bieten möchte:

  • Ein Ort zum Teilen von Geschichten, Ideen und Erfahrungen
  • Ein Ort der Kompetenz und des Lernens
  • Ein Ort für Design, zum Planen, Erfinden und Kreieren.

So ist in Clerkenwell, einem Stadtteil von London, eine Gelegenheit entstanden, die mit ihrer Nähe zu den vielen ansässigen Architekten und Designern eine kreative Umgebung mit schnellem Zugang zu Fachwissen bietet.

Wie auch die Raumwelten, lädt diese Art von Kommunikation im Raum zum gegenseitigen Austausch ein und bietet inspirierende Begegnungen, die nachwirken.

Autorin: Daniela Borgogno