GRAFT, Berlin

DISTINCT AMBIGUITY – Über eine gesunde Kultur des Risikos

Das Beispiel aus der Botanik stand am Anfang des Weges, auf welchem wir das Phänomen des Aufpfropfens in der menschlichen Kultur und seine Einflüsse auf die Architektur untersuchen. Wir leben in einer Zeit, in der die individuelle Identität eines jeden losgelöst wird von ihrem Ursprung. In der Auseinandersetzung mit verschiedenartigen lokalen sowie globalen Einflüssen und angereichert durch neue Begrifflichkeiten aus wechselnden Lebensräumen sowie den Medien wird die Ausgangsidentität fortlaufend transformiert.

Mit Blick auf die tägliche Arbeitspraxis müssen die traditionellen Grenzen immer stärker in Frage gestellt werden. Sind es doch gerade die interdisziplinären Arbeiten und Methoden welche sich den Herausforderungen der Zeit stellen können.

Wir verweigern uns den traditionellen, virtuellen und wirklichen Grenzen in der Arbeitswelt und sind so in Lage, mehr Möglichkeiten und eine sich ständig ausdehnende Palette an Lösungen in unserer Arbeit anzubieten. Unerwartetes, überraschende Missverständnisse, globaler Transfer räumlicher Qualitäten und die Produktion robuster Bastarde: eine Architektur entstanden aus ihren Umständen, die nur durch das GRAFTEN verschiedener Realitäten möglich war.

 

Wolfram Putz

Wolfram Putz studierte Architektur an der Technischen Universität Braunschweig und schloss als Dipl.-Ing. Arch. ab.

Er studierte an der University of Utah, Salt Lake City, und machte seinen Master of Architecture am Southern Californian Institute of Architecture, USA.

1998 gründete Wolfram Putz das Büro GRAFT zusammen mit Lars Krückeberg und Thomas Willemeit. GRAFT hat zahlreiche nationale und internationale Preise gewonnen und im Laufe seines siebzehnjährigen Bestehens internationale Beachtung erlangt. Heute beschäftigt GRAFT 100 Architekten und Künstler weltweit.

2007 war Wolfram Putz Mitbegründer der Make It Right Foundation sowie in gleicher Funktion 2009 der Solarkiosk AG, deren Tochtergesellschaften inzwischen in Äthiopien, Kenia, Botswana, Tansania, Ruanda und Ghana ansässig sind.

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Foto: Dressler

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GRAFT: Perspektive Holzmarktstraße Berlin

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Hotel OldMill Belgard, Foto: Tobias Hein