ZOOM Kindermuseum, MuseumsQuartier Wien

Kindermuseen als Avantgarde. Spielerisches Lernen im Museum

Kindermuseen orientieren sich an den Interessen, Bedürfnissen und Fähigkeiten ihres Publikums. Mit ihrer Publikumsorientierung und ihren interaktiven, die Sinne ansprechenden Vermittlungsmethoden, haben sie in den letzten 20 Jahren die Museumswelt nachhaltig beeinflusst.

Wie erzählen Kinderausstellungen ihre Narrative im Vergleich zu Ausstellungen für Erwachsene, mit welchen Mitteln und Methoden arbeiten sie und welche Theorien stehen dahinter? Wie funktionieren diese Ausstellungen und was funktioniert nicht?

Kindermuseen machen schon lange das, was die Hirnforschung in den letzten Jahren als positive Voraussetzungen für das Lernen beschreiben hat: Sie greifen Themen auf, die mit den Erfahrungen und Interessen der Kinder zu tun haben, sie sprechen die Sinne an, versuchen Strukturen, Narrationen und Metaphern zur Orientierung an. Sie setzen auf selbstbestimmte Wissensaneignung und begreifen das Spiel als wichtigste Lernform der Kinder. Kindermuseen sind ein Experimentierlabor dafür, wie Lernen funktioniert – ein reicher Erfahrungsschatz, von dem die Institution Schule, aber auch Museen und Ausstellungen für Erwachsene profitieren können.

Elisabeth Menasse-Wiesbauer

Geb. 1954; Studium der Geschichte, Psychologie und Philosophie; Forschungs- und Lehrtätigkeit in den Bereichen Geschichte der Kindheit und Wissenschaftsgeschichte; 1995-2001 Organisation des Forschungsschwerpunktes „Fremdenfeindlichkeit“ im Wissenschaftsministerium; seit 2003 Direktorin des ZOOM Kindermuseums. Von 2003-2011 Vorstandsmitglied der Europäischen Kindermuseumsvereinigung „Hands on Europe“.

 

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Lukas Schaller (6)_72dpi

Foto: Lukas Schaller

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