Damit Sie sich auch nach Raumwelten über die Inhalte der Veranstaltung informieren können – sei es, weil Sie nicht vor Ort sein konnten oder weil Sie einfach noch einmal das Erlebte nachlesen möchten – haben wir unsere Echtzeit-Redaktion ins Leben gerufen. Vier Studenten sind als rasende Reporter bei Raumwelten unterwegs. Das, was sie dokumentieren, wird zeitnah während und nach Raumwelten online gestellt.

Beiträge der Echtzeitredaktion

Zum Auftakt des Raumwelten Kongresses empfing die Mann+Hummel GmbH in ihrem neu eröffneten Hauptsitz in Ludwigsburg zur Special Lecture. Dieser repräsentiert und veranschaulicht die jahrelange Erfahrung der Firma mit Filtersystemen anhand ihrer Architektur. Die von Holzer Kobler Architekturen GmbH umgesetzte räumliche Gestaltung dient als Kulisse für zwei Vorträge, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten.

Auf der einen Seite Peter Cachola Schmal — Leitender Direktor des Deutschen Architekturmuseums in Frankfurt a. M. — der verschiedene Konzepte von Verdichtung unterschiedlichster Städte zum Thema seines Vortrages macht, auf der anderen Seite Tobias Nolte — Co-Founder von Certain Measures, Boston, Berlin — dessen Unternehmen sich rund ums maschinelle Sehen dreht und erläutert, weshalb man aus Bauabfällen keine perfekten Würfel bauen kann.

Zu Beginn des ersten Vortrages wird passenderweise auf das diesjährige Motto der Raumwelten eingegangen: Ordnung! Ein sehr deutsches Thema? Zusammenfassend kritisiert Herr Schmal die Kurzsichtigkeit der europäischen Denkweise — die Überzeugung, dass Europa noch immer der Nabel der Welt sei. Währenddessen aber beweist Asien, beispielsweise Singapur, dass auch sie zukunftsorientierte Ansätze für die Verdichtung der Städte entwickelt haben. Sie entschieden sich nämlich gegen eine dystopische Zukunft und für die Entfaltung der Natur in Megacities durch „hyper density“. Dies bedeutet soviel wie die Aufteilung von 50-stöckigen Wohnhäusern durch sogenannte Dorfplätze. Diese gibt es jedes 10. Stockwerk und sie sollen als Ort des Zusammenkommens dienen — auch für Besucher von außerhalb. Der Ausblick von der Dachterrasse soll atemberaubend und etwas ganz Besonderes sein. Vor Allem wegen des Smogs der Straßen. Des Weiteren überzeugt Asien mit der Planung von Megacities in Afrika, dessen zukünftiger Markt fest in der Hand Chinas liegt — und nicht etwa in der Hand Europas.

Mit einer 180° Drehung im Themenbereich beginnt Tobias Nolte von seinen Erfahrungen der Zusammenarbeit mit Frank O. Gehry zu berichten. Gehrys Entwürfe sind weltbekannt — hier wird Komplexität groß geschrieben. Dadurch sind die Ausführung und Umsetzung seiner Ideen alles andere als einfach. Mit Hilfe eines neu entwickelten Programms soll diese Komplexität in Planung sowie Konstruktion verringert werden. Certain Measures befasst sich mit maschinellem Sehen, der Schaffung eines Algorithmus für Formerkennung und der Einordnung in bestimmte Kategorien. Da die Forschungen in dieser Richtung noch relativ weit am Anfang stehen, passiert es unter anderem auch, dass “ein hingebungsvoller Versuch einen Kubus zu bauen, […] scheitert”.

Auf das provokante Hinterfragen der deutschen Demokratie durch Peter Cachola Schmal, reagiert das aufmerksame Publikum mit Rufen wie “Bürokratie, nicht Demokratie” und “das ist der Preis für die Demokratie”.

Nach den Vorträgen schwebte schließlich die Frage im Raum “ist Deutschland zufrieden mit seinem Luxus der Demokratie oder bräuchten wir nicht vielleicht doch mehr China in Deutschland”?

Aus der Künstlerperspektive eröffnet Kurt Dahlke mit seiner Keynote den ersten Vortragstag des Raumwelten Kongresses. Ausgehend von seinen Erfahrungen in der Musikbranche und praktischen Arbeiten in der Bühnenszene, entwickelte sich sein Interesse am räumlichen Sound immer weiter.

Seine Arbeiten entwickeln sich gemäß des technischen Zeitgeistes. Mit der Installation „Enchanted Rooms“ 1994-1996, in der er die neuen technischen Errungenschaften der 1990er Jahre verwendete, entdeckt er weitere Möglichkeiten der Klangraumgestaltung. In einem Würfel, der von außen visuell mit Projektionen bespielt wird, eröffnet er neue Raumdimensionen, formt beispielsweise ein Oben und ein Unten und das allein auf der akustischen Ebene.

Damals noch beschränkt auf acht Lautsprecher, arbeitet er in seiner aktuellen Installation “like birds on the wire” mit 48 Lautsprechern. Die Auftragsarbeit entstand im Rahmen der Gestaltung neuer U-Bahnhöfe der Stadt Düsseldorf. Seine persönliche Ambition ergab sich aus seinen Erfahrungen mit anderen dauerhaften Klanginstallationen: Es solle sich kein Sound wiederholen. Zu dieser Arbeit geht Dahlke in den Wald und zeichnet Vogelklänge auf. Diese vertont er daraufhin erneut auf einem Synthesizer und bringt sie damit auf eine musikalische Ebene. Durch die technischen Möglichkeiten der Nachvertonung entstanden bereits gewünschte Variationen. Mit insgesamt 39 Systemen, in denen je 127 Sounds integriert sind, die je nach Tageszeit verdichtet oder gar pausiert werden können, nähert sich der Künstler seinem Ziel der ständigen Variation.

Die Lautsprecher befinden sich im Eingangsbereich und über der knapp 250m langen Rolltreppe, die auf den Bahnsteig der neuen Linie führt. Durch die räumliche Ebene der Soundqualität Dahlkes erscheint es den Passanten des U-Bahnhofes, als würden die Sounds über sie fliegen oder sie begleiten. Er beschreibt die Soundverteilung seiner Technik als Wolke, die große Bereiche abdeckt und die nicht abgedeckten Bereiche ausgleicht.

Am Ende seines Vortrags gibt Kurt Dahlke einen Ausblick auf die Zukunft: am Beispiel einer seiner Kollegen bei dem Projekt der Stadt Düsseldorf zeigt er die Möglichkeiten des gerichteten Schalls auf, der uns in Zukunft möglicherweise öfter begegnen wird.

Eingeleitet von Veit Haug geht es um Arbeitswelten und neue Ordnungen von kleinen Pop Up Büros wie Pulsmacher, über Weltkonzerne wie Bosch, die in 190 Ländern weltweit ihre Standorte haben. Des Weiteren werden verschiedene Gestaltungs- und Strategiekonzepte für die Büroarbeit und fortschrittliche Städte wie beispielsweise Helsinki vorgestellt, die sich alle ihre Gedanken machen wie Office und Stadt zukünftig funktionieren und auch harmonieren können.

Jens Kenserski beginnt die Vortragsreihe mit einem Einblick in sein neues in Ludwigsburg ansässiges Pop up Büro. Es geht darum, dass der Mensch, was seinen Arbeitsraum angeht, einen Wandel vollzieht. Von sauberen, weißen, gläsernen, “modernen” Einzelbüros hin zum gemeinsamen Co-worken mit offenen, geteilten Arbeitsbereichen, in denen auf Austausch und Networking Wert legt wird. Aber mindestens genauso wichtig sind private Rückzugsräume. Pulsmacher begibt sich auf die schwierige Suche nach einem geeigneten neuen Platz und findet seinen temporären Sitz in einem alten Bankgebäude aus den 80er Jahren. Im Innenraum wurde das Gebäude dank der vielseitigen Verarbeitung von Bäckerkisten aufgemöbelt und mit viel Kreativität komplett verändert. Jetzt lädt das neue Ambiente zum gemeinsamen Arbeiten ein.
Ähnliches Können zeigen auch andere Unternehmen, die immer mehr darauf achten ihren Arbeitern neue Formen des Offices anzubieten. Von Yahoo und Google ist der neue Ansatz offen zu arbeiten und die Bevölkerung in Teilen des Gebäudes mit einzubeziehen beziehungsweise Raum zur öffentlichen Bespielung bereitzustellen bereits umgesetzt. Einzig Apple sträubt sich offenbar gegen neue Konzepte und baut einen runden introvertierten Monolithen, erhält dafür aber auch Gegenwind.

Auch ein Weltkonzern aus Deutschland, die Bosch Gmbh, befindet sich laut eigenen Angaben in einem großen strukturellen Wandel, da erkannt wurde, dass sich die Office Situation sowie die Werksarbeit grundlegend verändert haben: von einem Roboter hinter der Scheibe hin zur Symbiose von Mensch und Roboter, die Hand in Hand zusammenarbeiten. Beeindruckend ist hierbei, dass bei Bosch die Konzernführung geschlossen hinter diesem Wandel steht und mit dem Trend geht. Sie geben ebenfalls ihre Büros auf und wenden sich dem neuen Co-working zu.

Aber nicht nur Firmen, sondern auch Städte wie Helsinki beginnen sich Gedanken zu machen, wie Städte in Zukunft besonders für die neue Generation Y, die im Schnitt 15 mal in ihrem Leben umzieht, attraktiv bleiben kann. Ebenfalls werden Konzepte für die Zusammenführung verschiedenster Charaktere, die im zukünftigen Stadtkontext erwartet werden, erstellt. Insgesamt werden viele Ansätze und Lösungsvorschläge aufgezeigt. Gleichzeitig wird aber auch betont, dass jetzt zwar Lösungen für die heutigen Probleme gesucht werden, es aber zukünftige Probleme geben wird, die wir jetzt eventuell noch gar nicht auf dem Radar haben und in Zukunft möglicherweise nicht erkennen.

In dem Sinne: das “Office” ändert sich, aber das Office stirbt nicht.

Panel 2 wird kuratiert von Roman Passarge. Wie kann Altes in Neues umgestaltet werden? Inwieweit dürfen Veränderungen zugelassen werden? Wie wird die Ordnung zur Anordnung? Anhand der drei Vorträge werden uns verschiedene Herangehensweisen aufgezeigt.

Kurt Ranger — Geschäftsführer von Ranger Design Stuttgart — und Werner Hüttemann — Leiter des Forums der Hörmann KG VKG Steinhagen — erläutern am Beispiel des Hörmann Forums, wie das neue Ausstellungs- und Schulungszentrum der traditionsreichen Firma für Türen jeglicher Art in anderer Form präsentiert werden können, ohne dabei auf die Haptik des Produkts zu verzichten.
In ihrer Umsetzung des Projekts besteht eine visuelle Einheit zwischen der umgebenden Architektur und der Innenarchitektur. Die kann, wie Ranger erwähnt, in gewisser Weise symbolisch zur homogenen Art und Weise der Geschäftsführung des Unternehmen Hörmann interpretiert werden. Die Strukturierung ihres Forums erfolgt anhand des Sujets. Somit befindet sich auf jeder Etage des Gebäudes die Präsentation eines anderen Produkts. Gespickt mit Details, wie beispielsweise einem digitalen Überblick über die Entwicklungsgeschichte des Familienunternehmens, wird das persönliche Anliegen der Geschäftsführer, die stolz auf ihr Schaffen sind, betont. Alles in Allem wird der neue und größte Showroom der Firma in der Gestaltung von den Prinzipien der Übersichtlichkeit und Strukturiertheit durchzogen. In weiteren Arbeiten des Gestaltungsbüro Ranger zeigt sich, dass sie individuell auf die Intentionen der Ausstellungen eingehen.

Oliver Mack und Niko Hocke — Geschäftsführer der macom GmbH — zeigen uns, welche neuen Möglichkeiten digitale Medien, audiovisuelle Präsentationstechnologien und interaktive User Interfaces bieten. Mit weitaus weniger verfügbarer Fläche als die Firma Hörmann im ersten Vortrag aufweisen kann, erschaffen sie in der dicht bebauten Großstadt neue Möglichkeiten und Räume.
Für ihren Auftraggeber Audi erstellen sie virtuelle Showrooms, in denen sich der Kunde das gewünschte Produkt konfigurieren kann und die dem Unternehmen Platz sparen, den sie nicht haben. Dabei werden sie vor neue Herausforderungen gestellt und müssen sich über sonst bereits automatisierte Vorgänge neu Gedanken machen. Ein Beispiel hierfür stellt der Bezug zum Händler dar. Des Weiteren gilt es den verdichteten Raum, der zur Verfügung steht, entsprechend zu ordnen und in den urbanen Kontext einzugliedern. Dies erfolgt über die Verwendung der Lokationen in Events. In der Erfahrung der beiden Referierenden erwies sich die Technik in diesem Dispositiv als Möglichkeit und Stolperstein zugleich. Sie soll einerseits die Verdichtung des Raums ermöglichen, gleichzeitig aber auch eingebaut im Hintergrund stehen und sich nicht als solche exponieren.
Bei ihren vorgestellten Arbeiten, wie ebenfalls einem Officekonzept der Firma Nestlé, betonen sie die Bedeutung des Erhalts der Investition, die gepflegt und weiterentwickelt werden muss. Denn wie ihr Motto gegen Ende hin besagt “Content is king, platform is kingmaker”.

Um das Zuhören, Aufräumen und Sortieren geht es bei Thomas Barnstedt — Creative Director und Partner von ACTINCOMMON, Berlin. Mit dieser Methode im Entstehungsprozess versuchen sie eine Dramaturgie beziehungsweise Geschichte zu erzählen und damit die Vorstellungen des Kunden an die Zielgruppe zu bringen. Anhand vielfältiger Beispiele betont Barnstedt immer wieder die Arbeitsdevise der Firma.
Dabei integrieren sie den Kunden durch die Verwendung von Skizzen in den Entstehungsprozess und in die Zielfindung, da diese in Besprechungen bereits angepasst werden können und den Kunden nicht vor vollendete Tatsachen stellen. Immer wieder bedienen sie sich dabei der Methode des Neuanordnen, Sammeln und Verwerfen.
In der Erstellung eines Messestandes im Auftrag der Firma Stiehl ließ sich die Agentur von architektonischen Strukturen des barocken Garten inspirieren. Ein Marktplatz, auf dem sich die Besucher bewegen können sollte her. Der klar definierte Rahmen von der Barriere beim Betreten des Geländes bis hin zum Ziel dient dabei ideal der Organisation des Projekts. Dieser Rahmen konnte gefüllt werden: einzelne Ausstellungsstände, Orientierungsplätze, ein Fußballplatz und weitere Elemente. Die Aufmerksamkeit sollte hier durch Ablenkungen auf die Stände gelenkt werden. Beispielsweise fungierte der Fußballplatz einerseits als Unterhaltungsfaktor, gleichzeitig aber auch zur Exponation von Rasenmähern. Durch die Open-Air-Location und rustikale Elemente im Design, wurde eine assoziative Konnotation zu den Produktpaletten der Marke hergestellt.

In allen drei Impulsen werden verschiedene Ansätze der Anordnung von neu entworfenen oder bereits vorgegebenen Räumen durch einen nahen Praxisbezug vermittelt, die eine weitere Perspektive im Blick auf das Thema Ordnung einbringen.

Prof. Lars Uwe Bleher — Atelier Markgraph, Frankfurt a. M. — und Olaf Repovs — ZDF, Mainz — referieren gemeinsam über ihr Projekt: das Redesign der ZDF Sportformate. Der Fokus dabei liegt auf der Markenidentität und einer erhöhten Immersion des Zuschauers im Fernsehbetrieb.

Das ZDF hat über die Jahre hinweg viele Veränderungen durchlebt. Beginnend mit dem schwarzweiß Format, über konstante Abwechslung und Umstellung des Studios von Sendung zu Sendung, bis hin zur aktuellen 360° Arena.

Zusammen mit dem Atelier Markgraph wurde ein neues Konzept entwickelt, bei dem sowohl alte Klassiker wie die Torwand, der Einspieler mit Uhr, Star-Gäste und eben auch das Publikum wieder eine zentrale Rolle spielen sollten. Gleichzeitig sollte das gesamte Format moderner werden ohne zu sehr ins Futuristische „abzudriften“. Eine gewisse Zurückhaltung im Design sollte vorhanden sein und zu guter Letzt auch das Orange des ZDF Logos in die Gestaltung mit aufgenommen werden.

Alles in allem ein sehr dicker Katalog mit Vorgaben, an den es sich zu halten galt und denen schlussendlich genüge getan wurde. Langgezogene rechteckige hintereinander “fliegende” Leuchtpanele sind nur ein Beispiel der ausgefeilten neuen Erscheinung der Studios der ZDF-Sportformate. Diese können je nach Situation anders beleuchtet werden und untermalen das breite Band an buntem und emotionalen Sport so farblich ideal.

Auf deutsch: Chaos + Ordnung + Tanz. Mit diesen Themen beschäftigt sich die Athener Künstlerin Aemilia Papaphilippou bei der zweiten Keynote. Ihre Arbeiten bewegen sich meist auf der Schwelle zwischen bildender Kunst und Performance. Zwischen Hell und Dunkel, Schwarz und Weiß, Licht und Schatten. Aber im Vordergrund steht bei ihr immer die Ordnung, die Entstehung von Strukturen. “Eine Bewusstseinserweiterung”, wie Aemilia sagt. “Geometrische Formen werden im Verhältnis zu ihrer Größe verarbeitet, und alles was wir tun, ist ein Balance-Akt.”

In der Liveperformance, die mit der Videoinstallation interagiert, erleben die Zuschauer genau dieses Spiel zwischen Chaos und Ordnung, zwischen Schwarz und Weiß – und zwischen den Feldern eines Schachbretts und wirr anmutenden Linien, die an Meereswellen oder an vorbeifliegende Blätter-Schatten erinnern. Begleitet werden die Lichtkünste von dumpfen Herzschlägen und den Geräuschen, welche die Akteure auf dem Kies durch zügiges hin- und hergehen erzeugen, einem Rechen und von Aemilias Stimme, die dadurch ihrer Performance Ausdruck verleiht.

Lernen und Lehren. Aber in welcher Umgebung? Diese zwei fundamentalen Themen behandelt das Panel 3, kuratiert von Frau Dr. Petra Kiedaisch.

Digitalisierung ist in aller Munde. Birgit Gebhardt, Trendforscherin, nennt es „Vernetzung“. Denn beinahe alles ist heute vernetzt. Unzählige neue Möglichkeiten tun sich auf: so ist es vielleicht bald denkbar, dass ein Arzt von Amerika aus einen Patienten in einem deutschen Operationssaal mit Hilfe eines Roboters operieren kann, ohne vor Ort sein zu müssen — eine einwandfreie Internetverbindung müsste natürlich Grundvoraussetzung sein. Neue Räume entstehen, alte Muster werden aufgelöst, eine Schule kann viel mehr sein als ein Ort, an dem Schülern versucht wird, Wissen zu vermitteln. Es kann ein Ort des Austauschs sein, des Miteinanders, der Inspiration, der Ruhe. Kommunikation ist wichtig. Aber ebenso die Möglichkeit des Rückzugs und der Konzentration, denn auch das bringt neue Kreativität. Gewohnheiten sollten aufgehoben werden. Beispielsweise muss nicht jedes Gespräch im sogenannten Meetingraum stattfinden, sondern kann ebenso gut im Freien geklärt werden. Sollte es sich um ein Problemgespräch handeln, werden die Probleme nicht im Büro eingesperrt, sondern können in die Weite gestreut werden. Sitzgewohnheiten können durch neue Raumkonzepte aufgelöst werden, in dem sich die Beteiligten zum Beispiel wie um ein Lagerfeuer versammeln und gemeinsam, ohne Hierarchien kommunizieren. Wichtig in den neuen Umgebungen ist, dass die Menschen die Möglichkeit haben, die Daten und Informationen zu verstehen, dass jeder seine eigene Ordnung im Chaos herausfinden kann. Der Wissenskosmos kann erweitert werden, durch die reale und die virtuelle Welt. Denn beide sind existent. Die Umgebung soll zum Lernen und Erfahren inspirieren, nicht einschränken und blockieren. Sie soll uns mutig werden lassen und Ideen hervorbringen. Uns einladen zum Ausprobieren und die Möglichkeit bieten, flexibel umgestaltet und an die jeweiligen Bedürfnisse, Innovationen und Notwendigkeiten angepasst zu werden.

Jörg Schmidtsiefen — Geschäftsführender Gesellschafter der Archimedes Exhibitions, Berlin — beschäftigt sich mit der Frage, was denn überhaupt Chaos ist und ob mehr Chaos vielleicht nicht auch mehr Kreativität hervorbringt. “Chaos bedeutet die totale Unordnung, Kosmos Weltordnung.” Warum bezeichnen wir den Kosmos, der doch auf den ersten Blick wie eine willkürlich zusammengewürfelte Ansammlung von Sternen aussieht, als die totale Ordnung? Vielleicht da sich hinter diesem augenscheinlichen Chaos eine absolute Ordnung verbirgt?
Lehrräume werden für den Menschen geplant. Doch der Mensch ist stur und will seinen Weg gehen, auch wenn es ihn manchmal immense Kraft und Anstrengung kostet. An einem Beispiel, wie eine Frau versucht auf einer nach unten fahrenden Rolltreppe mit aller Energie nach oben zu gelangen, wird uns das wunderbar komisch verdeutlicht. Deshalb ist es wichtig, diese Sturheit des Menschen mit einzuplanen. Ihn Schritt für Schritt an Neues zu gewöhnen, ihn an die Hand zu nehmen und zu begeistern, anstatt zu überfordern und erschrecken. Interesse und Begeisterung schafft man großartig durch Aufmerksamkeit, die vor allem durch Ungewohntes, Unerwartetes und einfach Anderes erlangt wird. Schmidtsiefen fasst es wie folgt zusammen: “Das Chaos reizt uns, wir sortieren in unserem Kopf und dieses Sortieren ist Lernen.”

Den Abschluss dieses Panels macht Arne Lijbers von Mecanoo architecten aus Delft, die sich darauf spezialisiert haben öffentliche Gebäude zu planen. Von Bibliotheken bis hin zu Einrichtungen für an Demenz erkrankte Personen. Vorgestellt wurden mehrere Projekte des Büros. Besonders beeindruckend: die neue Bibliothek von Birmingham. Eine der Herausforderungen war es, für die unterschiedlichen Kulturen und Menschen, die in dieser Millionenstadt leben, einen Raum zu schaffen, an dem sich jeder willkommen, gut und wohl fühlt. Es sollte nicht nur eine klassische Bibliothek entstehen, sondern ein Ort der Begegnung, der Inspiration, der Ruhe und der “Kreise”. Angebote sollten geschaffen werden, die von den Besuchern verstanden und genutzt werden. Das Herzstück ist der “Shakespeare Raum”, dessen historischer Stil erhalten wurde und sich somit sehr vom Rest des Gebäudes abhebt. Deshalb wurde er, von außen auch gut sichtbar, als goldener Zylinder auf einem ansonsten eckigen Gebäude platziert. Sehr innovativ ist auch ein von Mecanoo und Gispen entwickeltes, modulares Möbelstück, welches individuell umgestaltet und genutzt werden kann. Somit wird ein neuer Ort des Lernens und Kommunizierens geschaffen, der unterschiedlichen Zonierungen bieten kann: „social zone“, „collaborative zone“, „focus zone“. Es ist wichtig einen Raum zu schaffen, der verstanden werden kann und dessen Angebote genutzt und angewendet werden können.

In das Thema des vierten Panels — “Szenografie: Über die muntere Anarchie der Besucher” — führt uns Kurator Jean-Louis Vidière Ésèpe mit einem eigenen kurzen Impulsvortrag ein. Er beschreibt den Auszug der Szenografie in die weite Welt und die Erweiterung der Begrifflichkeit des Schauspielers.

Christiane Hütter startet nach der Mittagspause unmittelbar, indem sie das Publikum integriert und das Verdauungskoma mit einem kleinen Schere-Stein-Papier-Wettbewerb bekämpft. Doch dieser dient nicht nur zum Vergnügen, sondern zeigt bereits einen wichtigen Punkt ihrer Theorie: eine kleine aber trotzdem klar definierte Regel genügt, um viele Menschen zum Spielen zu bewegen. Die Spielemacherin erklärt zunächst, dass nicht vermieden werden kann, den Spielbegriff differenziert zu betrachten. Die Unterscheidung zeigt sich hier im Englischen klar: „game“ und „play“ beschrieben zwei verschiedene Zustände. Als „game“ zeichnet sich ein geschlossenes Spielsystem mit Regeln und Spielern aus, welches einen klar definierten Rahmen mit Start und Endpunkt hat. „Play“ beschreibt dabei einen weiteren Begriff, der ein offenes Spiel bezeichnen kann. Als Beispiel für ein solches bringt sie das klassische Vater-Mutter-(oder Vater-Vater-)Kind Spiel an. Aus ihrer Perspektive als Psychologin erklärt sie den natürlichen Spieltrieb mit dem sogenannten FLOW, einem Zustand, in dem wir uns wohlfühlen und den Wunsch zu Spielen entwickeln. Anhand der Ausprägung verschiedener Interessen an Spielbestandteilen, zeigt sie mögliche Spielertypen auf. Es stellt sich dem Zuschauer die persönliche Frage: Welcher Spielertyp bist du? Dabei hilft Hütters Grafik zur Orientierung. Anhand verschiedener Beispiele aus ihren Arbeiten zeigt sie die verschiedenen Qualitäten von Spielen. Oftmals zeichnen sich ihre Arbeiten durch die ortsspezifischen Konzeptionen aus, die die einzelnen Projekte einzigartig und speziell machen. Ihre Spiele, die den Raum gestalten und beleben sollen, überzeugen mit Kreativität und Vielseitigkeit. Sie zeigt Interesse an dem, was sich nicht berechnen lässt, was zwischenmenschlich in den Aktionen passiert und was den Arbeiten einen gewissen performativen Charakter verleiht.

Weg vom Spiel, hin zur Organisation von Menschenströmen richtet sich der nächste Referent Dr. Shrikant B. Sharma. Aus der Perspektive eines Ingenieurs widmet er sich der Frage, was Orte beziehungsweise Gebäude großartig gestaltet. In seinen Arbeiten setzt er sich mit verschiedenen Alltagsabläufen in Einrichtungen auseinander. Dabei besteht seine Aufgabe darin, die Anordnung verschiedener Stationen in einem Gebäude zu planen. Durch seine Funktion des Ingenieurs erfolgt dies jedoch nicht nach Designkriterien, sondern nach Praktikabilität. Ist es sinnig einen Aufzug innerhalb eines Fluchtbereiches zu platzieren? Wie verhält sich die Situation, wenn die Rezeption eines Krankenhauses unmittelbar hinter dem Eingang platziert wurde? Seine Planungen erfolgen nach dem Prinzip “wir bauen Häuser für Menschen”, weshalb er Situationen mit errechneten Menschenströmen am Computer simuliert. Dabei widmet er sich nicht nur geplanten Bauprojekten, sondern auch bereits errichteten Gebäuden, die nach der Eröffnung Problemzonen aufweisen. So löste er einen Engpass in einer Schule allein durch das Aussetzen der Pausenglocke, was zur Folge hatte, dass nicht alle Schüler gleichzeitig, sondern versetzt in die Pause gingen und so eine Verstopfung der Gänge vermieden wurde. Er vermeidet also nicht nur Probleme, sondern löst bereits bestehende.

Mit wenigen Worten versprühen die letzten Referenten ihren schweizer Charme. Otto Jolias Steiner — Inhaber der Steiner Sarnen Schweiz AG — und sein Geschäftsführer Mauro Testerini nehmen uns mit in ihr Reich der Schweizer Berge. Mit ihren Arbeiten versuchen sie beispielsweise Tourismusangebote so attraktiv zu gestalten, dass die Besucher gefesselt werden und im besten Falle immer wieder kommen.
Locker und mit viel Humor präsentieren sie einige ihrer Arbeiten. So verschieden die Projekte auch sein mögen, ein Element verbindet alle ihre liebevollen Arbeiten: Sie wollen Geschichten erzählen. Mit einer Geschichte als Ausgangspunkt arbeiten sie dem jeweiligen Orten entsprechend ihre Konzepte aus. Dabei legen sie zudem viel Wert auf Innovation und verbinden so die meist traditionellen Elemente mit ihren kreativen und originellen Vorstellungen. So errichteten sie (ohne damalige Baugenehmigung) den ersten Leuchtturm in 2046 Metern über dem Meeresspiegel. Die Intention dahinter bestand darin, eine Verbindung zwischen der Ursprungsquelle des Rheins in den Alpen und der Meeresmündung in Rotterdam zu erstellen. Zunächst planten sie mit einem Schiff von Rotterdam den Rhein zur Quelle zurückzufahren, es während der Fahrt mit Repliken der Uferstädte zu beladen und es letztlich an der Quelle zu zerlegen und auf dem Berg neu zusammenzusetzen. Der Plan hatte seine Hindernisse, doch aufgegeben haben sie ihn nicht: Mit Verkäufen von Leuchtturmschlüsseln versuchen sie, sich das Schiff zu finanzieren und früher oder später ihren Traum umzusetzen.

In allen drei Vorträgen — mögen sie noch so verschieden sein — lässt sich jedoch eine entscheidende Gemeinsamkeit feststellen: der Mensch steht im Mittelpunkt aller ihrer Arbeiten.

Im letzten Panel geht es um Organisationsprinzipien. Ein starkes Wort. Doch was steckt dahinter? Sie sind überall zu finden und auch in der Natur kommen sie ständig vor. Wie die Äste eines Baumes wachsen ist ein Beispiel dafür, wie die Natur ihre eigenen Organisationsprinzipien aufstellt. In der Architektur können diese Prinzipien auf unterschiedlichste Art und Weise genutzt werden. Mögliche Prinzipien stellen Precycling und eingeschränkte Materialwahl, aus der, durch die Änderung der Platzierung verschiedenste Objekte entstehen können, dar. Des Weiteren lässt sich die Anordnung und Nutzung der Materialien betrachten. Weitere Ordnungen können Ziegelfassaden bilden, die so komplex und gleichzeitig logisch sind, dass sie ungeordnet wirken, aber im Prinzip nur aus drei unterschiedlichen Steinformaten bestehen. Als Letztes wird das Prinzip der Symbiose von Mensch, Computer und Robotern beschrieben, welches die jeweilige Stärke der einzelnen vollkommen ausschöpfen soll. Die Rechenpower des Computers, dazu die Exaktheit, die nur ein Roboter liefern kann, und zu guter Letzt der Mensch, der mit seinem Fingerspitzengefühl viele handwerkliche Fertigkeiten schneller ausführen kann als ein Roboter.

Das Panel eröffnen die Herren Peter Weigand und Lukasz Lendzinski vom Büro Umschichten. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, mit einer limitierten Auswahl an Materialien zu gestalten, die alle entweder „precycled“ werden oder ausgeliehen sind und nach dem Rückbau wieder zurückgegeben werden. Ihr Ziel sind also keine Bauten für die Ewigkeit, sondern bestehen zeitweise. Ihr Büro: zunächst auf einem Schwerlastregalsystem errichtet, zwischenzeitlich im Regal integriert und nun mit Hilfe eines Palettenregals im Freien. Es kann jederzeit wieder komplett abgebaut und zumindest in der Theorie wieder zurück gegeben werden, da darauf geachtet wurde, nichts abzuschneiden. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass die Möblierung an die Maße des Regals angepasst werden muss.
Am Beispiel einer Ausstellung, bei der nebenan eine Firma unterirdische Rohre lagerte, kam den Architekten die Idee, diese knallorangenen riesigen Rohre mit einzubeziehen und nach Abbau der Ausstellung wieder zurückzugeben. So konnten diese verspätet ihrer eigentlichen Aufgabe gerecht werden. Auch aus dem eigentlich mühseligen Abbau machen sie eine Tugend: Sie verlangsamen diesen so sehr, dass sie auf die Idee kommen, aus einer Kunstausstellung in Hamburg eine Rutsche zu machen, die zwei Tage besteht und frei benutzt werden kann. An diesem Beispiel lässt sich eine weitere Form der Organisation in dem Sinne erkennen, dass für jedes Projekt genau ein Material ausgewählt werden muss, aus dem sie ihre Arbeiten errichten.

Auch Prof. Marianne Müller befasst sich mit dem Zusammenspiel von Mensch und Maschine. Sie betont allerdings die Schnittstelle zwischen der digitalen und analogen Welt, die nicht gerade lückenlos ist. Trotz der Digitalisierung aller Prozesse, legt Prof. Müller Wert auf Handarbeit und Materialität. Gerade durch die Imperfektion der handgefertigten Materialien, können diese nämlich eine viel lebendigere Wirkung erzielen, als die fehlerfreie Repetition maschinell gefertigter Materialien. Des Weiteren greift Prof. Müller das bereits angesprochene Thema der Ordnungsprinzipien wieder auf, indem sie erklärt, dass es nicht immer nur ein Ordnungssystem geben muss. Das Zusammenspiel zwei verschiedener, entgegengestellter Ordnungssysteme kann Spannung sowie Komplexität erzeugen. Dabei entsteht die Möglichkeit der vielfältigen Nutzung, wie sie am Beispiel eines Verkaufsraumes erklärt. Zu Beginn des Projektes war noch nicht klar, was im Endeffekt ausgestellt beziehungsweise verkauft werden sollte. Aus diesem Grund entschieden sich CMK Architects zwei entgegengestellte Ordnungssysteme zu verwenden, indem einige Innenwände parallel und orthogonal zu den Außenwänden standen. Andere Innenwände waren allerdings 45° zu diesem Ordnungssystem gedreht und ergaben somit ein zweites Ordnungssystem. Aus der Verbindung dieser zwei Systeme entstanden kleine Nischen und Taschen, die für einen abwechslungsreichen und spannungsvollen Raum sorgten. Daraus ergibt sich eine konglomerate Ordnung aus zwei verschiedenen Systemen. Durch die daraus resultierende Spannung und Komplexität hat jeder Raum und jede Fassade eine eigene Atmosphäre.

Prof. Dr.-Ing. Oliver Tessmann zeigt uns zuletzt noch einen anderen Umgang mit Ordnungsprinzipien. Er präsentiert Möglichkeiten, in denen der Computer die möglichen menschlichen Fähigkeiten des Entwerfens übertrifft. So entstehen neue komplexere architektonische Strukturen, die bis vor einigen Jahren nicht denkbar waren. Zuletzt stellt Tessmann ein Programm namens WASP vor, das in Rhino integriert werden kann. Bei dem Programm handelt es sich um Möglichkeiten der Simulation, bei dem erstellte Objekte unterschiedlichster Art aneinander gefügt werden können, um daraus Strukturen zu entwerfen. Diese bilden eine Grundlage für die Weiterverarbeitung zu architektonischen Elementen. Da das Programm bis ins letzte Detail programmiert ist, tritt der Fall, dass sich zwei Körper verschneiden, nie auf und ist dadurch zumindest in der Theorie umsetzbar.

Erstmalig im Rahmen der Raumwelten wurde in diesem Jahr der Nachwuchspreis „Ludwigswelten – Szenografie im öffentlichen Raum“ vergeben. Der Lichtriese „Dundu“ führte die Gäste spektakulär von der Lichtwolke ins barocke Ludwigsburger Schloss, in der die Preisverleihung stattfand. Den Abend moderierte Wieland Backes, mit gewohnter Leichtigkeit und Charme.

Kurz vor Beginn der Veranstaltung führte die Athener Künstlerin Aemilia Papaphilippou, die auch an der diesjährigen documenta teilnahm, im Ehrenhof des Schlosses die Videoinstallation „Chess Continuum_Chaos Order Dance at the Court“ vor. Der Berliner Konzeptkünstler Olaf Holzapfel, ebenfalls Teilnehmer der documenta 14, sprach in seinem Vortrag über die Beziehung von Innen und Außen.

Der Preis für „Ludwigswelten“, übergeben von Bürgermeister Werner Spec, ging an Melina Löwer (Landschaftsarchitektur, Universität Kassel) und Emely Arnold (Architektur, TU Darmstadt) mit ihrem Projekt “FUSION — Arbeiten und Wohnen in der Weststadt”, welches im Ludwigsburger Transformationsgebiet umgesetzt wird. Zudem verlieh das Ludwigsburg Museum den Preis „Raumpioniere – Wohnen auf kleinstem Raum“, anlässlich des 300-jährigen Stadtjubiläums. Dieser ging an das Atelier Kaiser Chen und Hans-Christian Bäcker mit ihrem Projekt “MIKROHOFHAUS”, dem “schwäbischen Häusle mit chinesischem Garten”. Der Ausklang des Abends fand in der Lichtwolke statt, mit DJ und dem wildesten Partygast: Baby Dundu.

Weitere Impressionen und Eindrücke gibt es auf der Facebookseite der Raumwelten Echtzeitredaktion

Die Raumwelten-Echtzeitredaktion 2017

Lea Bauer

Im Rahmen meines Studiums des Informationsdesign an der Hochschule der Medien in Stuttgart befinde ich mich zur Zeit im Austauschsemester in Athen. Meine Schwerpunkte dort sind Szenografie und Fotografie. Neben des Studiums arbeite ich als Assistenz in der Architekturfotografie sowie aktuell als Redakteurin der Cool Cities Athen App.

Leon Fritz

Durch stetige Umbauten und Renovationen, in- und am Haus meiner Eltern, bin ich schon früh in den Kontakt mit Architektur und Innenarchitektur gekommen. Dieses Interesse habe ich im Laufe der Schulzeit etwas aus den Augen verloren, nach einer halbjährigen Auszeit in Australien allerdings wieder für mich entdeckt. Zurück in Deutschland entschied ich mich für ein Architekturstudium mit den Schwerpunkten kreatives Entwerfen und parallel dazu konstruktives Lösen von Entwürfen, an der Fachhochschule Darmstadt.

Rita Bruckner

Das einjährige Austauschjahr in Minnesota (U.S.A.) sowie die Ausbildung zur Rettungssanitäterin waren zwei grundlegende Bausteine für meine persönliche Entwicklung. Mit Beginn des Architekturstudiums an der Hochschule in Darmstadt, entdeckte ich allerdings die Welt der räumlichen Gestaltung unseres Umfeldes für mich. Mein Fokus liegt dabei hauptsächlich auf Entwurf und Konstruktion durch die analytische Auseinandersetzung mit den örtlichen Gegebenheiten.

Antonia Hänsch

Mein großes Interesse am Musiktheater, welches sich in einem Praktikum an der Oper Stuttgart stärker herauskristallisierte, führte mich letztlich zu meinem Bachelorstudiengang Theater und Medien an der Universität Bayreuth. Aus den Studienschwerpunkten ergibt sich eine gute Mischung aus theoretischen Grundlagen und praktischen Einheiten.