Raumwelten – Plattform für Szenografie, Architektur und Medien

17.-19. November 2016

Programm

Vom 17. bis 19. November 2016 findet zum fünften Mal der Raumwelten Kongress in Ludwigsburg statt. Als Plattform für Szenografie, Architektur und Medien bildet er ein Forum für Entscheider und Kreative, die sich mit Kommunikation im Raum befassen. Unter dem Motto „Let’s Go Public!“ steht bei Raumwelten 2016 der öffentliche Raum als Marktplatz und Ort der Kommunikation mit seinen Verbindungen zur Arbeits-, Handels- und digitalen Welt im Mittelpunkt.

Panels

Das Herzstück des Raumwelten-Kongresses sind unsere fünf Panels, die sich aus verschiedenen Perspektiven dem Raumwelten-Motto „Let’s Go Public!“ widmen. Unsere Kuratoren Veit Haug, Dr. Petra Kiedaisch, Roman Passarge, Jean-Louis Vidière und Prof. Tobias Wallisser haben in ihren Panels hochkarätige Referenten versammelt. Mehr Information zu den diesjährigen Raumwelten-Kuratoren finden Sie hier.

>> Panel 1: New Work Spaces – Neue Arbeitswelten (Donnerstag, 17. November, 11:00-13:00 Uhr)

Neuinszenierung der Arbeitswelt in der digitalisierten und globalisierten Wirtschaft 

Kurator: Veit Haug

Raumwelten Kongress / Panel 1 / Donnerstag, 17. November, 11:00-13:00 Uhr

Das Panel „New Work Spaces“ behandelt ästhetische und inspirierende Arbeitswelten, die den Menschen mit seinem produktiven Umfeld in den Mittelpunkt stellen. Die gebaute Kommunikation soll dabei die Werte des Unternehmens in Szene setzen, neue Arbeitsprozesse unterstützen, interne Kommunikation optimieren, sich Bedarfen und Veränderungen flexibel anpassen und höchsten Ansprüchen hinsichtlich Energieeffizienz und Wiederverwendbarkeit der eingesetzten Materialien entsprechen.

Neue Arbeitswelten bewegen sich zudem im Spannungsfeld von Offenheit, Öffentlichkeit und geschütztem Raum. Flexible Arbeitsplätze und mobiles Arbeiten setzen sich derzeit in vielen Unternehmen durch. Transparenz und Offenheit gegenüber Mitarbeitern, Kunden,  Kooperationspartnern und der Öffentlichkeit prägen die Architektur der Gebäude.
Das Panel „New Work Spaces“ diskutiert unterschiedliche Gestaltungsansätze – vom mittelständisch geprägten Automobilzulieferer, bis hin zum Weltkonzern im Konsumgüterbereich.

Wie beeinflusst gebaute Kommunikation die Mitarbeiter, Partner, Kunden und das Umfeld des Unternehmens? Wie können Räume für interdisziplinäre und offene Innovation und Industrie 4.0 inszeniert werden? Zu welchen Unternehmen passt welche Strategie? Was sind die Erfolgsfaktoren für die Gestaltung der Arbeitswelt der Zukunft?

©adidas group

Christian Dzieia (adidas Group): The adidas World of Sports campus – A Creative Climate to Make a Difference

Auf einer alten Army-Base wächst seit 1999 das adidas Headquarter: die World of Sports. Auf dem grünen und von Sportflächen durchzogenen Campus trifft man auf Mitarbeiter von mehr als 75 Nationen mit einem Durchschnittsalter von Anfang Dreißig.

Bei der adidas Group strebt man nach „Creating the New“. Um das zu unterstützen, schafft adidas für seine Mitarbeiter eine Umgebung, die Möglichkeiten zum flexiblen Arbeiten bietet und dabei Kreativität und Zusammenarbeit fördert.

Serendipity ist das Kernthema für die Campuserweiterung der World of Sports in Herzogenaurach und die Zukunft der Arbeitsplätze bei adidas. Durch das Fördern von zufälligen Begegnungen und von Kommunikation geht adidas neue Wege. Der Arbeitsplatz der Zukunft ist nicht mehr an einen Schreibtisch gebunden und es werden neue Büroräume geschaffen, die unterschiedlichste Möglichkeiten des Arbeitens bieten. Derzeit sind dort zwei neue Gebäude im Bau, nach Fertigstellung wird sich der Standort auf etwa 59 ha erstrecken. Christian Dzieia gibt in seinem Vortrag Einblick in die Campuserweiterung bei adidas und deren Bedeutung für die Zukunft des Arbeitens.

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Referent:

©adidas group

Christian Dzieia, Vice President Corporate Real Estate, adidas Group

Nach vielen internationalen Projekten und Positionen in der Planung, Industrie und Beratung leitet Christian Dzieia seit 2013 bei der adidas Group und leitet dort den Bereich Corporate Real Estate. Zu den aktuellen Projekten zählen insbesondere die 350 Mio. € Erweiterung des Headquarters World of Sports  Campus um ein einzigartiges Umfeld zu schaffen. Christian Dzieia ist studierter Architekt / MBA und wohnt mit seiner Frau und einer Tochter in Nürnberg.

© GETRAG/ Arne Hartenburg

Alexander Lenk (GETRAG/Magna Powertrain): GETRAG Organisation Landscape Design

“Wie möchte GETRAG in Zukunft leben und arbeiten?“ diese Frage stellte sich Alexander Lenk nicht erst 2013 als Ihm die Aufgabe des Standortleiters des GETRAG InnovationsCenters und Headquarters übertragen wurde.

Genau genommen hatte er sich bereits 1999 damit auseinandergesetzt und mit Umfragen die Mitarbeiter dazu motiviert an dem Wandel zu partizipieren. Damals war es eine über 65 Jahre gewachsene Firma, die sich erneuerte. Und heute, nur 15 Jahre später, ist eine Anpassung wieder notwendig.

Die Fragen sind nicht unbedingt andere als früher. Jedoch haben sich die Erwartungen an die Antworten deutlich verändert.

Wie bekomme ich gute Mitarbeiter? Wie behalte ich die guten Mitarbeiter? Was benötigen Sie um gute und manche sehr gute Leistung zu erbringen? Wie weit sollte der Mitarbeiter sich verändern? Wie weit muss ich das Umfeld um den Mitarbeiter herum verändern?

Der Vortrag wird einerseits einen geschichtlichen Rückblick aus der Sicht von GETRAG, eines süddeutschen Mittelständlers, darstellen und andererseits den „GETRAG“ individuellen Ansatz für eine Lösung zeigen.

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Referent:

© Alexander Lenk

Alexander Lenk, Director GETRAG InnovationsCenter, Director Corporate Real Estate and Factoryplanning, GETRAG/Magna Powertrain, Untergruppenbach

Alexander Lenk ist Dipl.-Ing. Architekt, er studierte Medizin an der Eberhard-Karls-Universität in Tübingen, bevor er 1992 mit dem Architektur- und Städtebaustudium an der Universität Stuttgart startete.

Nach dem Studium arbeitete er als Architekt im Büro Cheret Bozic Architekten und ab 1999 im Büro Neugebauer+Rösch Architekten, welches an dem Wettbewerb „Neue Firmenzentrale GETRAG InnovationsCenter“ teilnahm und er die Projektleitung der Realisierung nach dem Wettbewerbsgewinn übernahm.

Die enge und erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Getriebespezialisten resultierte in der Leitung der Abteilung Corporate Real Estate, Facilities and Factory planning bei GETRAG. Seither plant und baut Alexander Lenk nicht nur in Europa, sondern auch in den NAFTA und Asian-Pacific Märkten.

2013 wurde Ihm die Verantwortung für die Konzernzentrale und Entwicklungszentrum das GETRAG InnovationsCenter in Untergruppenbach, einschließlich der Standorte Neuenstadt am Kocher und Sankt Georgen als Standortleiter übertragen.

 Alexander Lenk vermittelt seit 1998 sein Wissen an Studierende und engagiert sich, unter anderem als Mitglied des Hauptausschusses Arbeitsgemeinschaft Industriebau AGI und am Lehrstuhl für Bauökonomie an der Universität Stuttgart im Masterstudiengang IREM Industrial Real Estate Management.

© Werner Huthmacher

Chris Middleton (Kinzo Architekten): Customized Office Environments for Start-Ups and Grown-Ups – from SoundCloud to Erste Campus

Die Welt der Arbeit verändert sich rasant, innovative Antworten sind gefragter denn je. Der Arbeitsplatz der Zukunft ist sehr viel mehr und gleichzeitig sehr viel weniger als das, was wir aus der Vergangenheit gewohnt sind. Kurzzeitig kann der Arbeitsplatz auf ein einfaches Mobile Device reduziert werden. Auf der anderen Seite bietet die Arbeitsumgebung immer öfter eine Reihe von Extras, wirkt wie ein zweites Zuhause, eine Heimat, fast wie eine Parallelwelt, funktioniert als Treffpunkt, lädt ein zum gemeinsamen Essen, ja sogar zum Powernap.

Das Büro Kinzo Architekten verfolgt den Ansatz, die jeweils individuelle Unternehmenskultur in eine einzigartige räumliche Struktur mit stimmiger Atmosphäre zu übersetzen. Durch die gezielte und dosierte Auswahl von Material, Form, Licht und Akustik sowie intuitiver Wegeführung, Zonierung und Funktionsüberlagerung entsteht ein besonderer Eindruck, die Unternehmenswerte werden erlebbar und spürbar. Dabei ist der Bedarf an maßgeschneiderten Lösungen immer wieder eine willkommene Herausforderung.

Anhand vom SoundCloud Headquarter in Berlin und dem Erste Campus für die größte Bank Österreichs in Wien zeigt Chris Middleton, wie Konzerne von Start-Ups lernen können und umgekehrt.

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Referent:

©Chris Middleton

Chris Middleton, Partner Kinzo Architekten, Berlin

Chris Middleton (* 1975 in Hamburg) ist Gründungsmitglied von Kinzo. Er studierte Architektur an der Universität der Künste Berlin und Technischen Universität Berlin und machte 2003 seinen Abschluss (Dipl.-Ing.) an der TU Berlin mit Auszeichnung. Sein Büro ist führend in der Entwicklung von Raum- und Designkonzepten für Start-ups und Grown-ups. Er ist überzeugt davon, dass wir von Startups viel darüber lernen können, wie die Arbeitswelt der Zukunft aussieht und wie deren Arbeitsprozesse in innovative Bürokonzepte übertragen werden können. Zu den Kunden von Kinzo gehören Unternehmen von adidas bis Zalando.

>> Panel 2: Let’s Get Phygital!: Wie verschmelzen Online- und Offline-Welten? (Donnerstag, 17. November, 14:00-16:00 Uhr)

Let’s Get Phygital!: Wie verschmelzen Online- und Offline-Welten? 

Kurator: Roman Passarge

Raumwelten Kongress / Panel 2 / Donnerstag, 17. November, 14:00 – 16:00 Uhr

Augenblicklich erleben wir, das sich in unserem Leben und in unserer Kommunikation immer mehr die von uns genutzten Medien überkreuzen und verbinden: vom Digitalen ins Reale, vom Realen ins Digitale.

Gleichzeitig sind zunehmend reale Objekte in unserer unmittelbaren Umgebung permanent mit der Digitalen Welt über das Internet der Dinge (IoT) verbunden. Dadurch produziert die Nutzung dieser Objekte einen unaufhörlichen Daten- und Informationsstrom, der eine Art zweiter Existenz von uns erschafft.

Schon anhand dieser beiden Entwicklungen wird erkennbar, das sich die Realen und Digitalen Welten von jedem von uns verschränken werden, und dadurch eine neue, individuelle Welt jedes Einzelnen – das Phygitale – entsteht. In dieser individuellen Welt bewegen sich immer mehr Menschen, reales und digitales verschwimmt im alltäglichen Leben. Wir sind zunehmend daran gewöhnt, das Informationen, Daten und Objekte allzeit verfügbar und miteinander verknüpft sind, ändern unsere Verhaltensweisen und stellen damit neue Anforderungen an die uns umgebenden realen Räume.

Was bedeutet diese neue Welt ganz praktisch für die Gestaltung von Messen, Ausstellungen, Schauräumen, Läden und des öffentlichen Raumes? Welche Strategien gibt es, diese Entwicklungen aufzunehmen und nutzbringend umzusetzen? Wie sind die realen Räume der Zukunft beschaffen und in die digitale Welt integriert? Oder verhält es sich umgekehrt – das Digitale reicht ins Reale?

Diesen Fragen wird im Panel „Phygital“ nachgespürt werden, ebenso wie der Frage, was mit diesem Begriff genau gemeint ist, wie sich das „phygitale“ beispielsweise von der „Virtual Reality“ (VR) oder der „Augmentet Reality“ (AR) unterscheidet und welche Technologien hier aktuell zum Einsatz kommen.

©GHE 2017/Jochen Tack

Ralph Kindel (Projektbüro Essen 2017): Das Jahr der Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017

Ruhrmetropole, UNESCO-Welterbe Zollverein, Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 – das alles ist Essen. Und in 2017 wird Essen Grüne Hauptstadt Europas sein. Die erfolgreiche Transformationsgeschichte einer Kohle- und Stahlstadt zur grünsten Stadt in Nordrhein-Westfalen ist Vorbild für viele Städte Europas im Strukturwandel. Das hat auch die Europäische Kommission am 18. Juni 2015 bestätigt, indem sie ihr den Titel „Grüne Hauptstadt Europas“ verliehen hat.

Die Aufgaben und Ziele, zu denen sich die Stadt Essen mit der Auszeichnung bekennt, gelten unmittelbar den Bürgerinnen und Bürgern und werden auch nach 2017 auf der Essener Agenda als Pflichtaufgaben stehen. Gesunde Luft, sauberes Wasser und weniger Lärm sind Antworten auf die grundsätzlichen Fragen nach einer klimaunabhängigen, resilienten und lebenswerten Stadt.

Im Grüne Hauptstadt-Jahr 2017 nutzt Essen die Chance, sich den Essenerinnen und Essenern, aber auch den Besucherinnen und Besuchern aus Europa, Deutschland und der Region als nachhaltiger Wirtschaftsstandort und lebenswerte Stadt zu präsentieren. Während des gesamten Jahres findet ein abwechslungsreiches und nachhaltiges Programm mit zahlreichen Veranstaltungen, Kongressen und Bürgerprojekten statt, um „grüne“ Entwicklungen anzustoßen, die dauerhaft die Lebensqualität der Stadt Essen sichern und verbessern.

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Referent:

Ralph Kindel, Leiter, Projektbüro Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017

Ralph Kindel, Kommunikationswissenschaftler, ist seit über 15 Jahren ein Spezialist für Großprojekte im öffentlichen Raum: von den Feierlichkeiten zum 60-jährigen Landesgeburtstag NRWs über die Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 bis hin zum Stadtgeburtstag KA300. Zurzeit verantwortet Kindel als einer der Projektleiter die Entwicklung der Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017, insbesondere hinsichtlich Programm, Marke und Wahrnehmung im öffentlichen Raum.

©dreiform/Stefan Schilling

Ralf Nähring (dreiform): Oberflächen mit Tiefe - dreiform Knowledge Landscapes®

dreiform entwickelt Kommunikation und Raum für Menschen und Marken. Was die meisten Kunden eint: Sie verfügen über immenses Wissen – sind nicht selten die Innovationsführer ihrer Branche mit einem technisch hoch-komplexen Leistungsportfolio. Häufig stehen sie vor der Aufgabe, ihre Kunden von ihrer außergewöhnlichen Leistungsfähigkeit zu überzeugen, sprich: Komplexität auf ein vermittelbares Maß zu reduzieren und attraktiv zu präsentieren.

dreiform erarbeitet Lösungen, die genau dies leisten: das Kölner Designstudio entwickelt Räume, die das Wissen und das Potential ihrer Kunden verdichten, verstehbar und insbesondere erfahrbar machen. Und zwar auf allen Ebenen, analog wie digital: Als Architektur, als Interieur, haptisch, auditiv, visuell, vernetzt, interaktiv, aktivierend.

In seinem Vortrag zeigt Ralf Nähring aktuelle Best Practice Beispiele dieser ‚Knowledge Landscapes®‘:

Das 3M Customer Inspiration Lab, in dem Besucher durch Ihre Interaktion eine Medienbespielung mit Echtzeit-Daten für die gemeinsame Kollaboration erzeugen.

Den BOBST Innovation Compass, das zentrale Kommunikationswerkzeug auf der Drupa – von der Webregistrierung, über die Smart Tour auf der Messe bis zum Follow-Up und Downloadportal: hier resultieren reale und digitale Kommunikation in „qualifizierten Leads“.

Das SLV Visitor Center, in dem eine App sämtliche Inhalte und Raumszenen steuert, inkl. einem hybriden Erlebnisraum aus virtuellem und realen Licht: dem Lighting Experience Space.

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Referent:

©Ralf Nähring

Ralf Nähring, Geschäftsführer, dreiform, Köln

1972 im Münsterland geboren

1992-94 Ausbildung zum Tischler

1994-99 Designstudium in Münster und San Francisco

1999 – 2000 Designer bei der ag4 mediatecture Company in Köln

2000-2002 Forschungsprojekt C-Moebel an der Hfg Offenbach

2001  Gründung von dreiform zusammen mit dem Architekten Clemens von Gizycki in Köln

Seit 2014 Initiator von Salon D: Plattform für Design, Diskurs + DJ

Seit 2015 Eintragung der Marke dreiform knowledge landscapes®

Ralf Nähring ist Mitglied im Art Directors Club für Deutschland (ADC)
und DDC – Deutscher Designer Club e.V

©Mercedes me Store Hamburg

Cedric Ebener (CE+Co): Cross-reale Erlebnisse – Für und Wider einer Entwicklung, die nicht aufzuhalten ist

Das Verschmelzen der digitalen und physischen Welt ist inzwischen so selbstverständlich wie der Weg eines 6-Jährigen an einem heißen Samstag im August zum Eiswagen: Es kommt zusammen, was zusammen gehört! Längst gehört das digitale ins reale Leben, ist das reale Leben vom Digitalen bereichert und beeinflusst, bisweilen sogar dominiert. Das weiß auch das Marketing, und begeistert vor allem junge Zielgruppen mit immer ausgeklügelteren Kampagnen, die online und offline intelligent miteinander kombinieren. Dabei dient das Digitale meist dazu, mediale Grenzen zu überwinden und Reichweite sowie Relevanz zu erhöhen.

Doch ausgerechnet dort, wo die reale Welt wesentlicher Bestandteil der Inszenierung ist, erreicht das Digitale oft das Gegenteil: Bei Events, Flagship-Stores, Messeauftritten und Roadshows wirkt der Einsatz von Medien und digitalen Technologien oft befremdlich. Im wahrsten Sinne des Wortes entfremdend vom unmittelbar beeindruckenden Erlebnis. Es scheint, als stünde in vielen Fällen Medium über Message, Digitalität über Realität, Emoticon über Emotion.

Wir stellen Herausragendes gegen herausragende Fehltritte, Gutes gegen gut Gemeintes und liefern damit ein Barometer crossreal inszenierter Erlebnisse.

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Referent:

Cedric Ebener, CEO, CE+Co, Hamburg

Cedric Ebener studierte Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der UdK in Berlin und Architektur an der HfbK in Hamburg. Beides mit dem Ziel, in der damals noch jungen Disziplin „Kommunikation im Raum“ Maßstäbe zu setzen. 2004 stieg er bei der Hamburger Agentur eventlabs ein, wo er vier Jahre lang als Partner und Geschäftsführer den Aufstieg der Agentur zur Kreativagentur des Jahres 2005/2006 mitverantwortete.

Ebener sitzt im Beirat der BTK – Hochschule für Gestaltung und ist als Dozent für Nachwuchs- und Führungskräfte-Veranstaltungen gefragt. Er engagiert sich als Jury-Mitglied sowohl beim Award „Der Raum“ als auch im Art Directors Club Deutschland. Ab November 2016 bekleidet er dort das Amt des Fachbereichsvorstands „Event und Kunst im Raum“. Im Januar 2008 gründete Cedric Ebener CE+Co. Neben seiner Position als Geschäftsführer ist er nach wie vor Kopf der Kreativ-Abteilung. Als solcher ist er in sämtliche Projekte involviert und gestaltet diese aktiv mit.

>> Panel 3: Pop-Up Spaces – Everybody goes pop-up! (Freitag, 18. November, 10:30-13:00 Uhr)

Pop-Up Spaces – Everybody goes pop-up!

Kuratorin: Dr. Petra Kiedaisch

Raumwelten Kongress / Panel 3/ Freitag, 18. November, 10:30-13:00 Uhr

Ein junges Format räumlicher Kommunikation erobert derzeit weltweit den öffentlichen Raum. Grundidee ist es, an ungewöhnlichen Orten kurzfristig ein besonderes und exklusives Erlebnis zu verschaffen (to pop-up = auftauchen). Im kommerziellen wie kulturellen Bereich hat man das riesige Potential dieser Form von Guerilla-Marketing erkannt. Einzelhändler und Marken erobern damit neue Zielgruppen. Städte und Kommunen werten damit leerstehende Gebäude oder ganze Viertel auf. Der Vorteil im Vergleich zu großen Werbekampagnen: mit kleinem Etat und individueller Ansprache sein Publikum in kurzer Zeit zu erreichen.

Im Panel werden die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Pop-Up Spaces in den Bereichen Retail, Urbanity und Hospitality von erfahrenen Experten vorgestellt. Die Bandbreite reicht von Pop-Up Stores und Malls über Pop-Up Galleries und Events bis zu Pop-Up Restaurants und Resorts – ein für die gesamte Kreativ- und Kommunikationsbranche riesiges und attraktives Betätigungsfeld.

Folgende Fragen stehen dabei im Mittelpunkt: Wie und warum sind Pop-Up Spaces entstanden? Was macht sie so beliebt? Welche gestalterischen und kommunikativen Konzepte stecken dahinter? Was ist für eine erfolgreiche Umsetzung nötig? Wann machen Pop-Up Spaces überhaupt Sinn? Wohin entwickeln sie sich derzeit? Ist der Hype schon wieder vorbei?

© Silvia Basche

Dr. Jons Messedat: Pop-Up! Any Space - Any Time

Wer kennt sie nicht, die aufklappbaren Pop-Up Karten, aus denen sich mit ein paar Kniffen kunstvolle Mikroarchitekturen entfalten? Dieser Prozess lässt sich aber auch umkehren: Fliegende Bauten und fahrende Händler nutzen seit jeher Pop-Up Prinzipen, um eine ökonomische Logistik beim Auf- und Abbau zu garantieren.

Nachhaltig sind Pop-Up Architekturen, die aus „Halbzeugen“ also bereits vorhandenen Elementen neu zusammengestellt werden. Ob ganze Überseecontainer, Gemüsekisten, Baugerüste oder Lagerpaletten – der Transfer von alltäglichen Materialien in den Kontext von spontanen Plattformen für Verkauf und Präsentation sorgt für Sympathie.

Orte und Räume für Pop-Up Formate sind in jeder Größe und Lage vorhanden und warten darauf, bespielt zu werden: nach einer ersten Welle von Gastspielen in Investitionsruinen und leerstehenden Geschäften erobern sie nun den urbanen Raum bis hin zu 1A Lauflagen. Es scheint so, als wären die ursprünglich subversiven Pop-Up Spaces in den weit verzweigten Marketingstrategien etablierter Unternehmen und Marken angekommen. Pop-Up! any space – any time?

Mehr zu Dr. Jons Messedat

 

Referent:

Dr. Jons Messedat, Dr.-Ing. Architekt & Dipl.-Des. Industriedesigner, Stuttgart

Im Mittelpunkt der Arbeit von Dr. Jons Messedat steht die gebaute Identität von Unternehmen, Institutionen und Marken; von der Konzeption, über die Gestaltung bis zur Realisierung.

Er studierte Architektur in Aachen, Stuttgart und als Stipendiat der Europäischen Gemeinschaft in London. Parallel dazu machte er sein Diplom als Industriedesigner an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei Richard Sapper mit Auszeichnung vom Design Center Stuttgart. Im Büro von Sir Norman Foster in London und Berlin gestaltete er das Interior Design im Reichstagsgebäude und die Ausstellungsarchitektur in der Zeche Zollverein, dem heutigen Red Dot Design Museum. 2004 promovierte er an der Bauhaus-Universität Weimar zum Thema Corporate Architecture. Es folgten Lehraufträge an Hochschulen in Deutschland, der Schweiz und als Visiting Lecturer den USA. Seit 2005 lehrt er regelmäßig an der TH Köln in der Mastervertiefung Corporate Architecture und seit 2016 vertritt er das Fach Messe-, Ausstellungs- und Shopdesign an der HAWK Hildesheim. Für die Architektenkammern, den Kulturkreis der Deutschen Wirtschaft im BDI und den Rat für Formgebung hält er Seminare und Vorträge. Er ist Autor und Herausgeber von zahlreichen Publikationen zu den Schwerpunkten Corporate Architecture, Firmenmuseen und Retail Design. In der Schweiz übernahm er den Juryvorsitz für den ersten Award für Marketing & Architektur und 2016 wurde er in die Jury des FAMAB AWARD für die Kategorie Architecture berufen, der in Kooperation mit den Raumwelten vergeben wird.

© Lukas Palik, Düsseldorf

Guido Mamczur (D'Art Design): Pop-Up Stores - Speed Dating mit Marken

Die Einzelhandelsszene steht dank des neuen Kunden 3.0 Kopf. Selbstbewusst und  individualistisch veranlagt gestaltet er seine Kauferlebnisse selbst, deckt sich querbeet mit Marken, No-Name oder Me-too-Produkten ein und lässt sich im Zweifel eher von seinen digitalen Freunden als von etablierten Marke beeinflussen. Für 08/15-Lösungen ist kein Platz mehr!

Die Zukunft des Handels liegt deshalb in einer bunteren, attraktiveren und letztlich auch besser an die Kundenbedürfnisse angepassten Handelslandschaft. Pop-Up-Konzepte sind dabei nicht mehr wegzudenken: abwechslungsreich, kurzweilig und vergnüglich locken sie Kunden selbst in die ungewöhnlichsten Locations. Aus der Praxis berichtet Guido Mamczur, Geschäftsführer der D’art Design Gruppe und Dozent des „Retail Design“ Studienganges der Peter Behrens School of Arts, u.a. über das Würth Family Store-Konzept. Mit der Eröffnung des ersten temporären Markenstores im Dezember 2015 bei Breuninger in Stuttgart ging die Marke im Einzelhandel völlig neue Wege. Werkzeug und Maschinen inmitten der Herrenabteilung des Premiumwarenhauses: damit überraschte Würth nicht nur die Breuninger Kunden.

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Referent:

Guido Mamczur, Geschäftsführer, D’art Design, Neuss

Guido Mamczur ist seit 1997 verantwortlich für den Bereich Konzept & Kommunikation der D’art Design Gruppe. Bereits während des Studiums (Dipl. Kommunikationsdesign) an der Fachhochschule Düsseldorf bei Prof. Wilfried Korfmacher und Prof. Philipp Teufel entwickelte sich sein deutlich crossmedial geprägter Gestaltungswille. Im Rahmen seiner ausgezeichneten gestalterischen Tätigkeit (iF communication design award, DDC Award, Designpreis NRW, Designpreis der Bundesrepublik Deutschland) erforscht er kontinuierlich den Bereich der interdisziplinären Konzeption und Gestaltung von Kommunikation im Raum. Einen Zwischenstand vermittelt die in Kooperation mit dem Journalisten Conway Lloyd Morgan entstandene Publikation »undesigning / D’art Design« (AVedition, Ludwigsburg, 2007).
Seit 2010 verstärkt Guido Mamczur die D’art Design Gruppe als Geschäftsführer.
An der Hochschule Düsseldorf ist Guido Mamczur seit 2009 Lehrbeauftragter und unterrichtet dort den Nachwuchs im Bereich „Dreidimensionale Kommunikation / Raum und Interior“.
Seit 2016 ist er Gastprofessor des Studiengangs „Retail Design“.

 

Die Würth Group wird vertreten durch Marina Burmistrow, Inhouse Consultant International Expansion, Adolf Würth GmbH & Co. KG und Lorin Schenk, Marketing & Kommunikation, Adolf Würth GmbH & Co. KG

© Yannick Wegner

Wulf Kramer (Yalla! Yalla!): Pop-Ups – mehr als nur ein Modewort

Pop-Ups sind heutzutage allgegenwärtig – ob Shops, Restaurants, Theater oder der temporäre Outdoor-Pool –  den Nutzungen sind im urbanen Kontext keine Grenzen gesetzt. Was ist aber dran am globalen Hype des Temporären. Spiegelt sich im Hang zur Schnelllebigkeit nur unser Bedürfnis nach Unterhaltung wider? Oder schaffen Pop-Ups nicht auch einen kulturellen Mehrwert, dem es nachhaltig gelingt Einfluss auf die Stadt- und Quartiersentwicklung zu nehmen?

Pop-Ups erlauben uns radikale Neuinterpretationen und Bewertungen vormals leerstehender Räume oder brachliegender Flächen. Sie schaffen neue Wahrnehmungen und mehr Verständnis für die Transformationsmöglichkeiten unserer Städte. Neben ihrem oftmals verspielten Auftreten beinhalten sie auch strategische Maßnahmen um Ziele und Möglichkeiten anderer Raumnutzungen zu vermitteln, transportieren und letzten Endes auch dauerhaft umzusetzen. Dabei erweitern sie unsere Auffassung davon, wie Städte entwickelt und gestaltet werden können. Mit ihrem Ideenreichtum und ihren simplen Umsetzungen bilden Pop-Ups das transformative Kapital unserer Städte.

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Referent:

Wulf Kramer, Geschäftsführer, Yalla Yalla! – studio for change, Mannheim

Wulf Kramer studierte Architektur an der Uni Stuttgart, der AbK Stuttgart und der TU Delft. In seinen Projekten spiegelt sich seine Begeisterung für Zwischennutzungen, neue Produktionsmethoden und neue Formen der Stadtentwicklung wider. 2014 gründete er gemeinsam mit Robin Lang Yalla Yalla! – studio for change und arbeitet dort mit Zwischennutzungsprojekten und Pop-Up-Projekten an der Schnittstelle zwischen Architektur, Stadtentwicklung und sozialer Innovation.

Seit 2014 ist er auch als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Nachhaltigkeit, Baukonstruktion und Entwerfen der Universität Stuttgart tätig.

>> Panel 4: New Publicness - Contemporary Public Buildings (Freitag, 18. November, 15:00-18:00 Uhr)

New Publicness – Contemporary Public Buildings

Kurator: Prof. Tobias Wallisser

Raumwelten Kongress / Panel 4 / Freitag, 18. November, 15:00-18:00 Uhr

Seit Beginn der Digitalisierung verwischen sich die Grenzen zwischen öffentlichen und privaten Räumen. Es entstehen hybride Situationen, an denen wir uns zwar physisch an einem Ort, mit unseren Gedanken und virtuell jedoch an einem anderen Ort aufhalten. Wie kann Architektur einen Beitrag leisten, zeitgenössische Angebote für Nutzer öffentlicher Einrichtungen zu konzipieren in einer Zeit, die durch Schnelllebigkeit, eine geringe Aufmerksamkeitsspanne und endlose Verfügbarkeit digitaler information geprägt wird?

Aus diesen Erwartungen entstehen neue Anforderungen an den Umgang mit und die Gestaltung von öffentlichen Gebäuden. Neue Gebäudetypen entstehen basierend auf den aktuellen Ansprüchen, Gewohnheiten und Lebensrhythmen. Neue Formen öffentlicher Nutzungen schaffen neue Orte mit zeitgenössischen Typologien. Ein vielseitiges Nutzungsangebot, komplexe Raumsituationen und der innovativer Gebrauch von Material und Konstruktion zeichnen diese Projekte aus.

In diesem Panel werden wir beispielhafte Projekte für diesen Wandel untersuchen, z.B.

In diesem Panel werden wir beispielhafte Projekte für diesen Wandel untersuchen, z.B. die Weiterentwicklung des Bahnhofs Arnheim zu einem Umsteigetransferium, ein städtischer Platz, der von Bewegung aller Art geprägt wird oder hybride Gebäudetypen, die durch innovative Kombinationen unterschiedlicher Nutzungen zum zeitgenössischen Abbild einer Stadt werden.

©Studio Schwitalla, Team Berlin/ Audi Urban Future Award

Max Schwitalla (Studio Schwitalla): The Re-Negotiation of Spaces for Mobility and Immobility

With 21st century mobility reaching its spatial and ecological limits, we have to revisit the relation of mobility and the immobile urban space on a systematic scale. The major goal of our proposal is to re-negotiate the relationship between mobility and immobility on the three levels: product, infrastructure, and use. As the 20th century has been the era of urbanization, mobility and digitalization, the 21st century is about the symbiotic fusion of these components.

As one part of the presentation, the “Flywheel” Concept illustrates a just-in-time system that increases the utilization rate of urban vehicles and infrastructure and allows for an individualization of use. We want to remove the divide between private-individual and public transport by blurring the boundary between the two modes of mobility. Such a system will transform the static station-based concept of public transport into a dynamic traffic landscape and free valuable urban space for alternative uses.

Go to Studio Schwitalla

Speaker:

©Valeria Petkova

Max Schwitalla, Geschäftsführer, Studio Schwitalla, Berlin

Architect Max Schwitalla founded Studio Schwitalla in Berlin 2012 after working with OMA, Graft and HENN Architects. The experimental work of the studio is at the intersection of architecture and urban design focused on neighborhoods as three-dimensional structures and the future of urban mobility. The driving force is the re-negotiation of spaces for mobility and immobility to generate transformable urban environments centered on human needs, not those of mobility machines. Research partners include mobility experts like Schindler Elevators and Audi as well as other institutions.

©COBE

Dan Stubbergaard (COBE): Welcome to Our Urban Living Room

Copenhagen has gone through radical changes the last 30 years and is today known as one of the world’s most liveable cities. It used to be an industrial city, today it is our urban living room.

The lecture is based on specific COBE  projects that tell a story about Copenhagen’s architectural development – and how this development and changes are effecting the conditions of people’s lives.

Our city is our home. The more we care for it, the better we will treat it. The better it is designed, the more people will want to live in our city and take pride in it. This is not a matter of beauty, elegance or wealth, but a story of social livability and urban democracy. We look to successful interventions such as Copenhagen’s bicycle lanes, a democratic urban mobility that shapes our everyday lives and has become part of our lifestyle and identity.

Go to COBE

Speaker:

Dan Stubbergaard , CEO, COBE, Copenhagen

Dan Stubbergaard is founder and creative director of COBE. Dan started COBE in 2006, and has since then been the driving force behind all COBE’s projects – from strong building icons to complex masterplans. Alongside his architectural practice, Dan has been active as a teacher at The Royal Danish Academy of Fine Arts, School of Architecture, in Copenhagen and lectures internationally on COBE’s current projects. Dan has received several awards and honors, including the 2016 Eckersberg Medal, Dreyer Foundation’s Honory Award in 2015, Nykredit’s Architecture Prize in 2012, and the Golden Lion at the Venice Biennale in 2006.

©Siebe Swart

Astrid Piber (UNStudio): Designing for Unique User-Experiences

Many times throughout history, architecture has acted as a physical manifestation of cultural and commercial shifts. Contemporary public buildings are often a hybrid between the conventional developer-model, based on pure economic viability, and the classic model of cultural institutions, supported less directly but still dependent on a silent sponsor.

We have witnessed many commercial mixed-use projects that tie in cultural anchors and, as a result, emerge as ‘vibrant’ hubs, attracting more and more people and in turn becoming both economically and culturally successful. Thus we have made designing attractive user experiences an integral part of our design practice. With projects like the Arnhem Transfer Station (NL) and Ponte Parodi (Genoa, IT) we have developed tools and techniques which provide architectural responses that link commercial viability and mobility. Our fascination with designing transfer hubs is driven by our focus on people: those who pass through these hubs 7 days a week, 365 days a year. The quality of space in public projects is strongly connected to engagement at a human scale within large volume spaces. As designers who advocate for unique sensory experiences, our main challenges are the means by which design can influence perceptions of space and what architecture can do to bring user experience to the fore.

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Speaker:

©Inga Powilleit

Astrid Piber, Partner, UNStudio, Amsterdam

Astrid Piber is a Partner at UNStudio, responsible for guiding the knowledge management processes within the practice and in charge of many large-scale design projects in various locations. Since joining UNStudio in 1998, Astrid has gained diverse practical experience, first as a design architect on the Arnhem Central Masterplan and later through managing the design and construction processes on a number of UNStudio’s realized projects in Asia. In most projects, such as the Galleria Department Stores in Seoul and Cheonan, Star Place in Kaohsiung, the Hanjie Wanda Square in Wuhan and Raffles City in Hangzhou, the relationship between the cultural / public aspects and the commercial parameters has been a common denominator. Through this strategy, Astrid has created a novel approach to mixed-use projects.

© Nikkol Rot for Holcim

Hans Schneider (J.MAYER.H): ACTIVATORS, Strukturen im öffentlichen Raum

Architektur bestimmt unseren Alltag, somit trägt jedes Gebäude eine große Verantwortung für die Qualität unserer Städte. Gleichzeitig kann man heute den gebauten Raum nicht mehr unabhängig vom digitalen Raum denken. Durch digitale Technologien werden die Grenzen in der Architektur verschoben. Reale und virtuelle Räume koexistieren und gehen ineinander über. Zukünftig müssen virtuelle und gebaute Räume parallel gedacht werden.

Hierin besteht die neue Herausforderung für Architekten.

Hier geht es zum Metropol Parasol von J.Mayer.H

Referent:

Hans Schneider, Partner, J. Mayer H. Architekten, Berlin

1996-2003 Studium – TU Berlin / Uni Kaiserslautern
2003 Diplom / TU-Berlin
2003-2005 Lesser Architecture, New York
2005-2013 J. Mayer H. Architekten / Project Director
seit 2014 Partner bei J.Mayer H. und Partner, Architekten

>> Panel 5: Spielfeld Bürgersteig - Panel Szenografie im öffentlichen Raum (Samstag, 19. November, 17:00-20:00 Uhr)

Spielfeld Bürgersteig –  Panel Szenografie im öffentlichen Raum

Kurator: Jean-Louis Vidière

Raumwelten Kongress / Panel 5 / Samstag, 19. November, 17:00-20:00 Uhr

Die Szenografie besteht darin, Räume von jeder möglichen Art als Bühnen zu betrachten und so zu verwandeln, dass das Publikum darauf und damit frei spielt. Auf den Bühnen der Ausstellungen, der Messen oder in touristischen Destinationen begegnen die Besucher Themen und dadurch auch sich selbst.

Dabei gilt ein zeitloser Mechanismus: Fühlen sich die Menschen überinszeniert oder gar manipuliert – gleich sind sie weg. Stimmt die erwünschte, ästhetische Entführung der Inszenierung – dann können magische Momente entstehen.

Im öffentlichen Raum sind es die unzähligen, alltäglichen Bühnen der Stadt, ob architektonisch oder temporär, ob institutionell oder subversiv, die aus Siedlung Stadt machen. Sie bringen die Passanten zusammen oder zwingen sie dazu – und zeigen auch ihre Differenzen auf, sie repräsentieren ihre Institutionen, sie inszenieren ihre Werte. Die Stadt ist eine allgegenwärtige Bühne.

Jan Edler und Sebastian Letz gewähren uns Einblick in aktuelle, prominente, Berliner Stadtprojekte: Wahrhaftige Bühnenprojekte, die das Leben der Stadt prägen wollen und dabei eine symbolische Kraft entfalten. Sodja Lotker entführt uns auf temporäre Bühnen in Prag, die das Stadtleben geprägt haben.

©2011, realities:united

Jan Edler ( realities:united)

Die hybriden Arbeiten von Jan Edler und Tim Edler verfolgen regelmäßig verschiedene Zielstellungen innerhalb eines Projektes. Oftmals geht es den Brüdern um die Aktivierung bzw. Nutzbarmachung von ungenutzten, z.B. funktionalen, gesellschaftlichen, und/oder (stadt-)räumlichen Potentialen. Jan Edler berichtet über in Planung befindliche oder bisher unrealisierte Projekte. Zum Beispiel über die langjährige Arbeit am „Flussbad Berlin“, dem ältesten Projekt von realities:united, welches vorschlägt, den heute weitgehend ungenutzten Spreekanal, einer der größten Brachen im Herzen Berlins, für die Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt als Rekreationsraum zu erschließen. Über Freiheits- und Einheitsdenkmäler als urbane Infrastrukturmaßnahmen. Oder über zeichengebende Müllverbrennungsanlagen.

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Referent:

Jan Edler, CEO, realities:united, Studio für Kunst und Architektur, Berlin

Jan Edler studierte Architektur an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen und an der Bartlett School of Architecture in London.

Gemeinsam mit seinem Bruder Tim Edler erarbeitet er seit 1997 Projekte an der Schnittstelle zwischen Raum, Information und Kommunikation. Zunächst im Rahmen der von ihnen gegründeten transdisziplinären Künstlergruppe “Kunst und Technik” in Berlin (1997-2000).

Im Jahre 2000 gründeten sie “realities:united” als “studio for art and architecture”, mit dem das Duo seither Kunst- und Hybridinstallationen meist im urbanen bzw. architektonischen Maßstab und Kontext realisiert.

©Milla&Partner

Sebastian Letz (Milla & Partner): Das nationale Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin

Seit dem ersten Bundestagsbeschluss zur Errichtung eines Denkmals sind neun Jahre vergangen. Es wurden zwei internationale Wettbewerbe durchgeführt, wovon der Erste 2008 ergebnislos abgebrochen und der Zweite im Jahr 2010 entschieden wurde.

Prämiert wurde die Idee einer partizipativen und interaktiven Plattform, die von den Besuchern durch gemeinsame Aktivität bewegt werden kann, um so an den friedlichen Protest der Bürgerinnen und Bürger der DDR zu erinnern, aber auch darauf zu verweisen, dass das geeinte Deutschland einer permanenten Identitätsverhandlung unterliegt. Im Zentrum des Denkmals stehen die Besucher und ihre gemeinsamen Aktivitäten. Sie verleihen dem Denkmal einen permanent wechselnden Ausdruck.

Nach jahrelangen intensiven Planungen im denkmalgeschützten und städtebaulich anspruchsvollen Umfeld der Berliner Museumsinsel wurde im Jahr 2015 die Baugenehmigung erteilt. Im Frühjahr 2016 wurde das Projekt in einer höchst umstrittenen Entscheidung vom Haushaltsausschuss des Bundestages gestoppt, der damit eine erneute Diskussion ausgelöst hat.

Sebastian Letz wird in seinem Vortrag die gestalterische und planerische Entwicklung aufzeigen sowie politische und organisatorische Einflussfaktoren des Projekts reflektieren.

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Referent:

Sebastian Letz, Head of Creative Department/Partner, Milla & Partner, Stuttgart

Kreativdirektor und Architekt. Gestaltet Begegnungsräume, die durch einen integrativen szenografischen Ansatz geprägt sind. In seinen Arbeiten vereint er Architektur, Design, Kommunikation und Medien zu Gesamtwerken.
Er studierte Architektur an der TU-Berlin. Von 2000 bis 2006 arbeitete er als frei-schaffender Architekt und Artdirektor in Berlin. Seit 2007 ist er Kreativdirektor bei Milla & Partner, seit 2009 Partner. Er lebt in Stuttgart und Zürich. Sebastian Letz ein national wie international ausgezeichneter Kreativer und seit 2009 Mitglied des Art Directors Club für Deutschland (ADC).

©PQ

Sodja Zupanc Lotker (Quadriennale Prag 2007-15): Entering Public Space – Scenography at Prague Quadrennial 2008 – 2015

Prague Quadrennial of Performance Design and Space, world scenography exhibition existing since 1967, has gone through a fast development in the last ten years going from exhibition of stage design for experts towards a scenography event with many live events, that is questioning and redefining what scenography is. Making project in public space was an important part of that movement. In this presentation two major projects of that period will be presented.

Intersection: Intimacy and Spectacle 2011, live exhibition exploring performativity and performance design as well as scenography ‘entered by audience’, was a temporary architectural ‘village’ built in semi-public space in front of the National Theatre Prague, designed by architect Oren Sagiv.

And Tribes 2015 that explored presence of costume and mask in public space, sidewalk as scenography and the thin line between fiction and reality, that included work from over 80 artists and students from over 30 countries.

Go to Prague Quadrennial

Speaker:

Sodja Zupanc Lotker, independent dramaturg, Prague Quadrennial artistic director 2008-15, Prague

Sodja Zupanc Lotker was artistic director of the Prague Quadrennial of Performance Design and Space 2008 – 2015, within which she has also curated Intersection: Intimacy and Spectacle project and the Tribes exhibition. Within the Prague Quadrennial she has collaborated with artists such as Claudia Bosse, Arpad Schilling/Kretakor, Societas Rafaello Sanzio, Ilya Kabakov etc.  Prague Quadrennial has won EFFE Award 2015-16. She works as a dramaturg for independent theatre, dance and site specific projects (with Cristina Maldonado, Farm in the Cave, Lotte van den Berg). She has giving lectures at Columbia University, Yale School of Drama, Royal Central School of Speech and Drama and teaches devised dramaturgy in the international program of DAMU Prague. Since 2016 she is the Course Leader of MA in Directing Devised and Object Theatre at DAMU Prague. From 2014 she is on Editorial Board of Theatre and Performance Design Journal; and on Editorial Board of Performance Research Journal, both published by Routledge.

Punktlandungen - Case Studies von Auftraggebern und Kreativen

Bei den Punktlandungen treten Auftraggeber und Kreative in Dialog und zeigen Potentiale von Szenografie im digitalen Zeitalter auf.

>> Punktlandung 1: Arbeit 4.0: Denkfabrik – Innovation Center 2.0

Arbeit 4.0: Denkfabrik – Innovation Center 2.0

Raumwelten Kongress/ Punktlandung 1 / Donnerstag, 10:15 Uhr

DEU, Potsdam, Innovation Center 2.0, Architekten: SCOPE Architekten, Fertigstellung: 2016, DIGITAL 100 MB 8 Bit. - ©Zooey Braun; Veroeffentlichung nur gegen Honorar, Urhebervermerk und Beleg / permission required for reproduction, mention of copyright, complimentary copy, FUER WERBENUTZUNG RUECKSPRACHE ERFORDERLICH!/ PERMISSION REQUIRED FOR ADVERTISING!

©Zooey Braun

Eine geänderte Arbeitskultur und neue Arbeitsprozesse haben die Herausforderungen für Unternehmen und Planer bei der Realisierung von Arbeitsplatzkonzepten grundlegend geändert. Die auf Kommunikation und Innovation ausgerichtete Gesellschaft braucht neue Formen der Zusammenarbeit.

Arbeit ist immer weniger an Ort und Zeit gebunden, so dass die Bedeutung des Büros als Ort der Kollaboration und des direkten Wissenstransfers wächst.

Mit dem Innovation Center 2.0 der SAP in Potsdam soll ein Projekt vorgestellt werden, das auf diese Herausforderungen reagiert und Lösungsansätze aufzeigt.

Der Grundgedanke des Gebäudes basiert auf der Idee, dass agiles, flexibles und kommunikatives Arbeiten nicht in tradierten Büroformen stattfinden kann, sondern ein Umfeld benötigt, das diese Arbeitsweise unterstützt.

SCOPE Architekten aus Stuttgart haben für 160 junge IT-Talente aus der ganzen Welt auf 5.400 m² attraktive Arbeitsplätze geschaffen, welche die Förderung von innovativen Ideen in den Mittelpunkt stellen und optimale Bedingungen für neue Arbeitsmethoden wie Design-Thinking schaffen.

Die funktionale und reduzierte (Innen-)Architektur folgt konsequent der Idee einer modernen Denkfabrik. Es entsteht ein Gebäude, das sinnbildlich für die teambasierte und marktverändernde Arbeitsweise des Unternehmens steht und in die Zukunft der Büroarbeitswelt blickt.

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Referenten: 

©Mike Herud

©Mike Herud

Mike Herud, Geschäftsführender Partner, SCOPE Architekten, Stuttgart

Nach seinem Architekturstudium an der FH Kaiserslautern und der Mitarbeit bei UNStudios in Amsterdam sowie der Zeit als Projektleiter bei Prof. Wolfgang Kergaßner, gründete Mike Herud 2010 zusammen mit Oliver Kettenhofen SCOPE als Büro für Architektur, Innenarchitektur und Design.
Das interdisziplinäre Team aus 20 Architekten, Innenarchitekten, Grafikern und Kommunikationstalenten bearbeitet Projekte unterschiedlichster Maßstäbe im Bereich Corporate Architecture. Die Kompetenz liegt darin mit Architektur auszudrücken, was Unternehmen zu sagen haben.

 

Karsten Koch, Head of reg. Facility Management GFM/Germany, SAP, Walldorf

 

 

 

>> Punktlandung 2: Mein Hoffi: Vom Getränkefachmarkt zum modernen Kiezladen

Mein Hoffi: Vom Getränkefachmarkt zum modernen Kiezladen

Raumwelten Kongress/ Punktlandung 2 / Donnerstag, 16:30 Uhr

©Guido Leifhelm

Getränke Hoffmann hat mit „Mein Hoffi“ einen ersten Kiezladen in Berlin eröffnet und schafft mit dem innovativem Ladenkonzept ein neues Retail-Format für kleine Ladenflächen in urbanen Innenstadtlagen.

Getränke Hoffmann ist Deutschlands erfolgreichster Getränkefachmarkt mit über 300 Filialen deutschlandweit. Seit 1966 steht das in Blankenfelde-Mahlow bei Berlin ansässige Unternehmen für Kundennähe und Kompetenz, ein breites Sortiment und qualifizierte Beratung. Schon Unternehmensgründer Hubert Hoffmann war die Nähe zum Kunden ein wichtiges Anliegen und so entwickelte er ein engmaschiges Filialnetz mit dem Ziel, es seinen Kunden besonders einfach zu machen. Mit diesem Konzept hat sich Getränke Hoffmann schnell zu einem der bekanntesten Getränkefachmärkte entwickelt und steht bis heute für kundennahen Service und ein vielfältiges Sortiment. Das neu entwickelte Retailkonzept „Mein Hoffi“ schreibt die Erfolgsgeschichte des Unternehmens fort und schenkt den Kunden zum 50-jährigen Jubiläum des Unternehmens einen ganz besonderen Laden. Der typische Berliner Späti stand Pate für das neue Retail-Konzept, das gemeinsam mit der strategischen Kreativagentur dan pearlman entwickelt wurde. Mit der Pilotfiliale im Kreuzberger Graefekiez werden zwei Welten verbunden  – zum einen die persönliche des kleinen Ladens um die Ecke, zum anderen die professionelle des Supermarkts, der mit einem großen Sortiment auftrumpfen kann. Das Konzept setzt zudem Maßstäbe in der Revitalisierung von kleinen Ladenflächen in urbaner Umgebung.

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Referenten: 

©Guido Leifhelm

©Guido Leifhelm

Mario Benedikt, Geschäftsführer Getränke Hoffmann GmbH, Berlin

hat die Getränkebranche „von der Pike auf“ kennengelernt. Bereits als Jugendlicher jobbte er in einem Markt von Getränke Hoffmann. Der Kontakt zum Unternehmen ist nie abgebrochen und nach dem Studium stieg Benedikt als Trainee bei Getränke Hoffmann ein. Benedikt kennt fast jede Abteilung und sammelte Erfahrungen als Filialleiter, Lagerleiter und Bezirksleiter und war nach der Traineezeit in einer Art Doppelfunktion für den Marketing- und Einkaufsbereich zuständig. 2006 wurde Benedikt Geschäftsführer und führt seitdem das Unternehmen, das für Kundennähe, große Auswahl, soziales Engagement und Mitarbeitermotivation steht, bis heute. Getränke Hoffmann feiert 2016 sein 50 jähriges Jubiläum.

 

 

 

 

 

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© Nicole Srock.Stanley

Nicole Srock.Stanley, CEO und Gründerin dan pearlman Markenarchitektur GmbH, Berlin

ist Geschäftsführerin und Mitgründerin der 1999 gegründeten strategischen Kreativagentur dan pearlman Markenarchitektur GmbH mit 100 Mitarbeitern und Sitz in Berlin.

Innerhalb der Agentur verantwortet Nicole Srock.Stanley die Bereiche Marken- und Unternehmensstrategie. Als Marken-, Retail-, und Freizeitexpertin ist sie als Sprecherin auf zahlreichen Konferenzen mit dem Schwerpunktthema Retail und Freizeit der Zukunft tätig. Mit dem Vortrag „Erlebnis pro Quadratmeter“ gibt sie Antwort auf die Frage, wie sich der stationäre Handel mit den Ansprüchen der modernen Freizeitindustrie verbinden lässt.

Neben ihrer Tätigkeit bei dan pearlman ist sie Beraterin für innovative Start-Ups, Vorstandsmitglied des Kreativnetzwerkes Create Berlin e.V. wie auch Vorstand der von der GEWOBAG initiierten Stiftung Berliner Leben. Zusätzlich engagiert sie sich im Wirtschaftsrat der Deutschen Umweltstiftung, sitzt im Präsidium der IHK sowie dem angeschlossenen Ausschuss der Creative Industries.

 

 

 

>> Punktlandung 3: Die FC Bayern Erlebniswelt – Ort der Geschichte und der Emotionen

Die FC Bayern Erlebniswelt – Ort der Geschichte und der Emotionen

Raumwelten Kongress/ Punktlandung 3 / Freitag, 14:00 Uhr

© B. Ducke

Das „Making Of“: Kleiner Einblick in eine große Geschichte

2007. Am Anfang steht die Idee: Der FC Bayern München, im Jahr 1900 gegründet, heute mitgliederstärkster Sportverein der Welt und einer der erfolgreichsten Vereine Europas, möchte sich und seine Geschichte in einem eigenen Vereinsmuseum päsentieren. Dieses Museum soll in den Räumlichkeiten der Allianz Arena in München untergebracht werden.

Kurt Ranger ist erfahrener Ausstellungsgestalter. Seit 1980 hat er über 130 Ausstellungen gestalterisch umgesetzt. Anhand eines Modells entwickelt er ein Konzept für das Vereinsmuseum. Dieses Konzept überzeugt und Ranger Design erhält den Auftrag zur Planung und Realisierung.

Zur besonderen Herausforderung wird, dass der Fußballverein bis zu diesem Zeitpunkt über kein Archiv verfügt und Exponate knapp sind. Doch das zündende Konzept löst diese Unwegsamkeit und bildet zusammen mit der Verbundenheit der Fans des FC Bayern München das Fundament für das Museum. Konzept, Inhalte und Form werden im permanenten Dialog von Gestaltern und Auftraggebern weiterentwickelt und umgesetzt. Mit dem Namen „FC Bayern Erlebniswelt“ wird eine Bezeichnung gefunden, die der Ausstellung und ihrem Potential Ausdruck verleiht. 2012: Die Eröffnung.

2016: Zwischenbilanz: Die Geschichte der FC Bayern Erlebniswelt hat sich zur Erfolgsgeschichte entwickelt: über 300.000 Besucher im Jahr, begeistertes Feedback, eine hohe Weiterempfehlungsrate und eine ausgeglichene finanzielle Bilanz. Parallel zur fortschreitenden Entwicklung des FC Bayern werden in der FCB Erlebniswelt Ausstellungsbereiche erweitert, aktualisiert und durch Sonderausstellungen ergänzt. Kurt Ranger: „Die Geschichte des FC Bayern wird so erzählt, dass sie berührend ist. Und ich glaube, sie hat auch den FC Bayern berührt.“

 

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Referenten: 

© Petra Leufstedt

 Petra Leufstedt, Leiterin FC Bayern Erlebniswelt, München

Petra Leufstedt (geb. 1972) ist seit 2013 die Leiterin der FC Bayern Erlebniswelt.

Ihr Studium der Sportökonomie an der Universität Bayreuth und der Sportuniversität INEF Barcelona schloss sie 1997 als Diplom-Sportökonomin ab.

Von 1997 bis 2001 war sie für den Münchner Tennis- und Turnierclub Iphitos tätig, einen der bekanntesten Tennisclubs Deutschlands, wo sie nationale und internationale Tennisveranstaltungen wie die BMW OPEN organisierte und durchführte.

Seit 2001 ist Petra Leufstedt für den FC Bayern München tätig – in nahezu 10jähriger Praxis als Assistenz von Geschäftsführung und Vorstand und aktuell, neben der Leitung der Erlebniswelt, auch im Bereich Markenmanagement.

 

 

 

 

© Kurt Ranger

Kurt Ranger, Geschäftsführer Ranger Design, Stuttgart

Kurt Ranger (geb. 1954 in Stuttgart) ist Ausstellungsgestalter und Geschäftsführer Ranger Design. Den Studiengang Gestaltung an der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd schloss er 1976 mit dem Diplom Industrie-Designer FH ab.

Seit 1979 arbeitet als freiberuflicher Designer und hat über 130 Museumseinrichtungen, Ausstellungen, Showrooms und zahlreiche andere Projekte in den Bereichen Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft gestalterisch umgesetzt.

Kurt Ranger gilt für viele Projektpartner als einer der besten deutschen Ausstellungsgestalter. Seine Fähigkeit, die Exponate „zum Sprechen zu bringen“, findet beim Publikum sehr positive Resonanz.

Für die Gestaltung der FC Bayern Erlebniswelt erhielt er 2013 den

Sinus Systems Integration Award für herausragende Medienszenografie.

 

 

 

ABC der Szenografie

Kurzpräsentationen: ABC der Szenografie

Donnerstag, 17.11.2016, ab 14:45 Uhr
und Freitag, 18.11.2016, ab 10:15 Uhr
Filmakademie, Workshop-Raum

In 45-minütigen Kurzpräsentationen werden Grundlagen und Aufgaben, Problemlösungen und Neuerungen im Bereich von Szenografie und Kommunikation im Raum vorgestellt. Praktiker, Kreative und Dienstleister stellen die unterschiedlichen Gewerke, Disziplinen und Ansätze vor.

Für die Teilnahme an den Kurzpräsentationen „ABC der Szenografie“ ist eine gesonderte Anmeldung erforderlich. Dafür erhalten alle akkreditierten Teilnehmer ca. 2 Wochen vor der Veranstaltung einen Link per E-Mail, über den Sie sich zu den jeweiligen Kurzpräsentationen anmelden können.
Die Kurzpräsentationen werden wiederholt, so dass jeder Teilnehmer von Raumwelten die Möglichkeit hat, am „ABC der Szenografie“ teilzunehmen.

>> Digitale Exponate (Donnerstag, 14:45 - 15:30 Uhr und Freitag, 10:15 - 11:00 Uhr)

Digitale Exponate

Prof. Jens Döhring, 2av, Ulm

Raumwelten ABC der Szenografie / Präsentation A – Donnerstag, 14:45- 15:30 Uhr und Freitag, 10:15- 11:00 Uhr

Bei der Arbeit rund um Medien im Museum ist im Lauf der letzten Jahre deutlich geworden, dass die Haltung zum Umgang mit digitalen Medien im Ausstellungskontext für alle Beteiligten von essentieller Bedeutung ist. Die subjektive Haltung, die sich hinter dem Begriff „Digitale Exponate“ verbirgt, soll erläutert werden. Dabei wird die Frage gestellt: Wie lassen sich Medien im Raum für Kuratoren und Ausstellungsmacher kategorisieren, sortieren und strukturiert zugänglich machen.

 

Referent:

jens2016Jens Döring, Jahrgang 1978, arbeitet seit den 1990er-Jahren als Musiker, Hörspielproduzent, Medienkünstler und Gestalter. Nach dem Studium der Medieninformatik gründete er 2006 das Büro 2av in Ulm mit Fokus auf Gestaltung und Produktion dreidimensionaler Exponate im medialen Raum. Von 2012 bis 2016 war er Professor für Interaktionsgestaltung an der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd. Seit 2016 ist er Professor für Gestaltung vernetzter Systeme an der HfG Gmünd und unterrichtet Gestaltungsgrundlagen, interaktive Kommunikationssysteme und etabliert den Studiengang Internet der Dinge.

http://www.2av.de/jens_doering.html

http://www.hfg-gmuend.de/Prof._Jens_Döring.html

>> Warum pitchen alle mit? Von der richtigen Partnersuche. (Donnerstag, 15:45 - 16:30 Uhr und Freitag, 11:30 - 12:15 Uhr)

Warum pitchen alle mit? Von der richtigen Partnersuche.

Marcus Gross, jangled nerves, Stuttgart

Raumwelten ABC der Szenografie / Präsentation B – Donnerstag, 15:45 – 16:30 Uhr und Freitag, 11:30 – 12:15 Uhr

Der Pitch ist die übliche Methode, eine Agentur für eine Kommunikationsaufgabe in einem Unternehmen auszuwählen. Für Agenturen ist der Pitch oft die einzige Möglichkeit, sich Neukunden zu präsentieren – mit viel Einsatz und einer oft eher geringen Erfolgschance. Unternehmen versprechen sich von Pitches die bestmögliche Lösung für eine Fragestellung, die sie oft selbst noch nicht exakt formulieren können. Aber geht das zusammen? Pitch und Partner? Option oder Oxymoron? Dieser Workshop will die Beziehung von Pitch und Partner auf die Probe stellen und untersucht, ob es nicht bessere Wege der „Partnerwahl“ gibt.

www.janglednerves.com

 

Referent:

Marcus Gross, Jahrgang 1973, studierte Wirtschaftsinformatik an der Fachhochschule Reutlingen. Von 2001 bis 2008 übernahm er die Projektleitung bei jangled nerves, wechselte dann für zwie Jahre zu emenes GmbH als Geschäftsführer. 2010 bis 2011 leitete er den Bereich digital bei Wire Süden GmbH. Und kehrte schließlich als Partner zu jangled nerves zurück.

>> Überlassen wir Amazon und Google auch unsere reale Welt?. (Donnerstag, 16:45 - 17:30 Uhr und Freitag, 12:30 - 13:15 Uhr)

Überlassen wir Amazon und Google auch unsere reale Welt?

Erik Wolff, ICT, Kohlberg
Roman Passarge, Raumwelten-Kurator

Raumwelten ABC der Szenografie / Präsentation C – Donnerstag, 16:45 – 17:30 Uhr und Freitag, 12:30-  13:15 Uhr

Was geschieht mit unserer Realität gerade? Wir sehen Innenstädte veröden und Läden verschwinden. Andererseits gibt es immer mehr Apps, die in unser reales
Leben reichen und dieses bereichern wollen. Was bedeutet das für Läden und öffentliche Orte? Diskutieren Sie mit einem Realo (Roman Passarge) und einem Digitalo (Erik Wolff), ob sich die Wirklichkeit dem Digitalen anpasst, das Wirkliche verschwindet oder es noch andere Optionen gibt…
www.ict.de

 

Referent:

Eric Wolff, ICT, Kohlberg

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Special Lecture im Residenzschloss Ludwigsburg (Freitag, 18. November, 19:30 Uhr)

Referenten: Mahmoud Bodo Rasch (SL-Rasch GmbH, Stuttgart) & Achmed Rasch (Vista Rasch GmbH, Stuttgart)


Foto: Vista Rasch GmbH

Der Stuttgarter Architekt Mahmoud Bodo Rasch hat sich einen Namen mit dem Bau fahrbarer Großschirme und Leichtbauarchitektur gemacht. Mit diesem KnowHow hat er viele Projekte im Nahen und Mittleren Osten realisiert, u.a. in Mekka und Medina.  Im Vordergrund der Lecture steht der berühmte Mekka Royal Clock Tower mit der größten Uhr der Welt und dem darin befindlichen Astronomiemuseum mit seinen immersiven Exponaten, die bislang noch nicht publiziert wurden.

Das Programm wird auf der Website ständig aktualisiert und konkretisiert.  Bis zum 24. Oktober 2016 haben Sie die Chance auf vergünstigte EarlyBird-Tickets. Die detaillierte Preisübersicht finden Sie hier.